Buick Enclave

Unter anderem stimmten beim Buick Enclave die Verbrauchsangaben nicht. Bild: GM

So berichtet Automotive News, dass GM  in den kommenden Tagen ein Kompensationsprogramm für etwa 170.000 SUV-Besitzer auflegen werde. Der US-Autobauer hatte eingeräumt, bei seinen Modellen Chevrolet Traverse, GMC Acadia und Buick Enclave falsche Verbrauchsangaben gemacht zu haben.

Zunächst stoppte der OEM sogar den Verkauf von rund 60.000 SUVs vorerst. Bis die Händler die Fahrzeuge wieder verkaufen dürfen, muss ein Aufkleber am Fenster der betroffenen Modelle mit der korrekten Verbrauchsangabe angebracht werden. Wie in Deutschland auch, ist es in den USA vorgeschrieben, dass bei Neuwagen die Verbrauchswerte angegeben werden. Dies sei bei ersten Modellen bereits ab dem 21. Mai der Fall.

Der Detroiter Autohersteller teilte via Pressemitteilung mit, dass nur SUVs des aktuellen Modelljahrs 2016 betroffen seien. Darüber hinaus heißt es, dass Falschangaben auf einer unsauberen Berechnung beruhen. Will heißen: General Motors hatte pro Gallone Sprit (3,79 Liter) ein bis zwei Meilen (1,6 bis 3,2 Kilometer) Reichweite zu viel angegeben. Erst als Ingenieure an den Verbrauchsetiketten für das Modelljahr 2017 gearbeitet hätten, sei dieser Fehler aufgefallen.

GM’s Begründung für die Falschangaben: Der Einbau neuer Hardware für die Abgasreinigung, hätte neue Emissionstests erforderlich gemacht. Allerdings wurden die Veränderungen beim Spritverbrauch nicht für die Berechnung der Effizienz-Etiketten der US-Umweltbehörde EPA berücksichtigt.

In der Vergangenheit haben US-Behörden immer wieder OEMs wegen falscher Verbrauchsangaben zur Rechenschaft gezogen. So mussten Hyundai und Kia im Jahr 2014 jeweils 350 Millionen Dollar Strafe zahlen. Bei 1,2 Millionen Autos der beiden koreanischen Hersteller war der Spritverbrauch zu niedrig angegeben. Auch Ford musste 2014 die Verbrauchsangaben für sechs Modelle nach oben korrigieren, die Besitzer der Fahrzeuge erhielten eine Entschädigung für den verschwiegenen Mehrverbrauch.