Mary Barra

Auch für GM-Chefin Mary Barra wird die Lage immer schwieriger. Sie muss wieder vor einem US-Senatsausschuss Rede und Antwort stehen. Bild: GM

Vorgeladen vor den Ausschuss wurden auch der Leiter der internen GM-Ermittlungen Anton Valukas, der Chef vom Autozulieferer Delphi Rodney O Neal und Schadenersatzexperte Kenneth Feinberg, der die von GM in Aussicht gestellten Auszahlungen an Unfallopfer und Angehörige organisiert. Senatorin Claire McCaskill bestätigte die Vorladungen für den 17. Juli. Sie müssen dort erklären, warum es fast elf Jahre dauerte, bis General Motors einen Rückruf von defekten Zündschlössern veranlasste. Probleme mit diesen Zündschlössern werden mit zahlreichen Unfällen in Verbindung gebracht.

Die Zahl der Befragungen deutet darauf hin, dass die Senatsmitglieder noch tiefer nach den Problemen beim Autokonzern bohren wollen, als das ihre Kollegen vom Repräsentantenhaus in einem anderen Ausschuss schon getan haben. Einige Senatoren hatten sich darüber beschwert, dass die internen Ermittlungen des von GM damit beauftragten ehemaligen US-Staatsanwalts Valukas nicht weit genug gegangen seien. Valukas hatte Barra keine Mitschuld gegeben und stattdessen die Verantwortung beim Entwickler des Zündschlosses Ray DeGiorgio gesehen. Senatorin McCaskill sagte, derzeit gebe es keine Pläne, DeGiorgio im Senatsausschuss zu befragen. Die Option dazu bleibe aber bestehen.

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