Chevrolet Malibu GM

Die Welle an Rückrufen von Autos aus dem GM-Konzern ebbt nicht ab. Nun müssen insgesamt 2,4 Millionen Chevrolets Malibu wegen defekter Rücklichter in die Werkstätten. Bild: GM

Das Gros des neuen Rückrufs betrifft Probleme mit Auto-Rücklichtern beim Chevrolet Malibu. Bei den betroffenen Fahrzeugen könne durch Vibrationen Korrosion im Kabelbaum für ein Steuer-Modul auftreten und zum Versagen der Rücklichter führen, teilte GM mit. Zusätzlich könnten Tempomat, Traktionskontrolle, elektronische Stabilitätskontrolle und Bremsassistent versagen, so GM weiter. GM hat im Zusammenhang mit dem Fall nach eigenen Angaben Kenntnis von mehreren hundert Beschwerden, 13 Unfällen und zwei Verletzten, aber von keinen Todesfällen.

Andere Fehlfunktionen gibt es an den Spurstangen, den Frontscheinwerfern und den Scheibenwischern diverser Modelle. Insgesamt sind 2,4 Millionen Fahrzeuge der Modelle Chevrolet Malibu, Pontiac G6, Saturn Aura von den neuerlichen Rückrufen betroffen. Dabei scheut das Unternehmen auch nicht die sich auftürmenden Kosten. Der neue Rückruf wird bis zu 200 Millionen US-Dollar kosten und das Quartalsergebnis entsprechend belasten, wie GM ankündigte. Für die Fahrzeugbesitzer sind die Reparaturen kostenlos.

Seit Anfang des Jahres hat GM damit nun rund 20 Rückrufaktionen gestartet. Weltweit summieren sich die betroffenen Fahrzeuge auf mehrere Millionen. Ihren Anfang genommen hatte die neue Sorgfalt des Autobauers, nachdem er Probleme mit Zündschlössern über mehrere Jahre auf die leichte Schulter nahm. Das führte dazu, dass der Motor während der Fahrt ausgehen konnte und sicherheitsrelevante Bauteile ohne Strom blieben. Möglich ist, dass dies auch Unfälle begünstigt hat, 13 Tote werden damit in Verbindung gebracht. Der Skandal kostetet GM einiges an Reputation, GM-Manager mussten sich harsche Kritik sogar von Mitgliedern des US-Kongresses anhören.

GM hat inzwischen die Zahl der Mitarbeiter, die sich mit Problemen ausgelieferter Autos beschäftigen, deutlich aufgestockt.

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Jeff Bennett / Dow Jones Newswires / Andreas Karius