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Während das Geschäft in Nordamerika weiter brummt, muss GM in Südamerika und Europa weitere Verluste hinnehmen. - Bild: dpa

Die Zurückhaltung der Kunden in Europa und Südamerika, aber auch ein schwächeres Nordamerika-Geschäft haben dem Konzern einen Gewinnrückgang beschert. Dabei schnitt GM allerdings immer noch besser ab als erwartet. Außerdem grenzte der Autokonzern seinen Verlust im Europa-Geschäft mit der Problemtochter Opel ein.

Im Zeitraum von Januar bis März sank der Nettogewinn um elf Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar. Das um Sonderposten bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 0,67 Dollar, deutlich mehr als erwartet. Die Aktie klettert im vorbörslichen Handel um mehr als vier Prozent. Der Umsatz sank um zwei Prozent auf 36,9 Milliarden Dollar.

Die Ergebnisse beiderseits des Atlantiks waren erneut höchst unterschiedlich. In Europa ging der Vorsteuerverlust von 294 auf 175 Millionen Dollar zurück. In Nordamerika verdiente GM dagegen prächtig, wenngleich der Gewinn von 1,6 auf 1,4 Milliarden Dollar nachgab. In Südamerika verbuchte der Konzern einen Verlust von 38 Millionen Dollar.

Nachfrage in Europa geht weiter zurück

In Europa dürfte die Automobilnachfrage in diesem Jahr das sechste Mal nacheinander zurückgehen und auf das niedrigste Niveau seit Anfang der 1990er Jahre zurückfallen. Operativ lag das Minus in Europa bei 175 Millionen Dollar (134 Millionen Euro) nach zuvor 294 Millionen Dollar. Das gelang unter anderem durch Einsparungen.

Das macht es für General Motors nicht leichter, Opel bis Mitte des Jahrzehnts wie geplant wieder auf Profitabilität zu trimmen.

Opel soll weiter auf Profitabilität getrimmt werden

Das soll mit dem Abbau von Produktionskapazitäten, aber auch mit einer ganzen Reihe neuer Modelle geschehen. Ein wichtiger Teil der Produktoffensive ist der kompakte Geländewagen Mokka, für den Opel seit dem Marktstart vor sieben Monaten bereits 100.000 Bestellungen vorliegen hat. “Wir haben Fortschritte verzeichnet in Europa dank strikten Kostenmaßnahmen und großartigen Autos wie dem Opel Adam und Mokka”, erklärte GM-Konzernchef Dan Akerson.

Jüngst hatte GM angekündigt, seine Investitionen in Opel nochmal kräftig aufzustocken. Die Amerikaner stecken 230 Millionen Euro in neue Testanlagen im Opel-Entwicklungszentrum am Stammsitz Rüsselsheim sowie auf dem Testgelände in Dudenhofen. Zwei Wochen zuvor hatte GM zugesagt, Investitionen von vier Milliarden Euro für künftige Modelle im Zeitraum von 2013 bis 2016 zur Verfügung zu stellen.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke