Brasilien, Rio de Janeiro: Zuckerhut

Ungeachtet der miserablen Stimmung am Automarkt Brasilien erhöht GM die Investitionen erheblich. – Bild: Archiv

Erst am Montag (27. Juli) hatte General Motors angekündigt, explizit für Wachstumsmärkte fünf Milliarden US-Dollar in den Aufbau einer neuen Produktfamilie unter der Marke Chevrolet zu stecken. Am Dienstag legte der Autobauer nach und gab bekannt, mit Zeithorizont 2019 rund 3,8 Milliarden US-Dollar in Brasilien zu investieren. Das ist etwa doppelt so viel wie noch 2014 angekündigt. Die Milliardensumme soll in die Entwicklung neuer Modelle und Technologien fließen. Durch das Investment wolle man die Marktposition im führenden südamerikanischen Automarkt stärken.

Wie Santiago Chamorro, Präsident von GM Brasilien, in einem Statement mitteilte, handle es sich um die größte Brasilien-Investition des Herstellers aller Zeiten und unterstreiche die hohe Bedeutung des Marktes für den Autokonzern. Brasilien gehört 2015 zu den großen Sorgenmärkten der globalen Autoindustrie. Im ersten Halbjahr brach der Autoabsatz um nahe 20 Prozent ein. GM ist in dem Land am Zuckerhut mit der Konzernmarke Chevrolet stark vertreten und verkaufte 2014 knapp 580.000 Einheiten. Für das erste Halbjahr 2015 meldete der Hersteller im Südamerika-Geschäft einen Vorsteuer-Verlust in Höhe von 358 Millionen US-Dollar.

Umgesetzt wird die Investitionsoffensive von einem neuen Chef: Wie GM mitteilte, tritt Konzern-Urgestein Jaime Ardila aus Altersgründen zurück, für ihn übernimmt Barry Engle als neuer GM-Präsident Südamerika.

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