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GM verkauft seine restliche Anteile am Autofinanzierer Ally. - Bild: dpa

Für 900 Millionen US-Dollar ging die Beteiligung in Höhe von 8,5 Prozent in andere Hände über, wie GM am Donnerstag mitteilte. Wer die Anteile kaufte, gab der Konzern allerdings nicht preis.

Der Ausstieg von GM kommt etwa zur gleichen Zeit, da auch die US-Regierung ihre Optionen für den Verkauf ihrer Mehrheitsbeteiligung an Ally prüft. Der Staat ist an dem Autofinanzierer beteiligt, seit dieser in Immobilien- und Finanzkrise in Schieflage geriet und mit 17,2 Milliarden Dollar gerettet werden musste.

GM erwartet aus dem Verkauf einen Buchgewinn von 500 Millionen Dollar. Mit der Transaktion werde Kapital aus einem nicht zum Kerngeschäft gehörenden Bereich freigesetzt und die finanzielle Flexibilität verbessert, erklärte Finanzvorstand Dan Amman in der Mitteilung.

Das Wall Street Journal hatte vergangene Woche aus Kreisen von der geplanten Transaktion berichtet. Der Deal könnte für das US-Finanzministerium eine Richtschnur für die Einschätzung der Optionen für die eigenen Aktien an Ally sein.

Ally ist einer der größten Autofinanzierer in den USA und gehörte einst zum GM-Konzern – seinerzeit noch unter dem Namen GMAC. Im Jahr 2006 wurde das Unternehmen für rund 7,5 Milliarden Dollar mehrheitlich an den Finanzinvestor Cerberus und andere Investoren verkauft.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke