GM_Mary-Barra_autonomes Fahren

GM-Chefin Mary Barra kündigt an: wollen als erster Volumenhersteller vollautonome Autos in Großserie bauen. Bild: GM

Technologisch war General Motors in der Vergangenheit für nur mäßig anspruchsvolle Fahrzeuge bekannt. Sichtbar den Schalter umgelegt hat der US-Konzern als er im Frühjahr 2016 binnen weniger Wochen die Übernahme des Fahrdienstes Lyft und des auf Software für autonome Fahrsysteme spezialisierten Unternehmens Cruise Automation bekannt gab. Damals hat Mary Barra erstmals öffentlich den Anspruch formuliert, GM zu einem führenden Autobauer bei elektrischen und  vollautonomen Fahren entwickeln zu wollen.

Nun hat die GM-Chefin bei einer Veranstaltung in den USA nachgelegt. Barra kündigte zum einen an, dass die nächste Generation vollautonomer Testautos im Werk Orion, Michigan gebaut wird. Zudem startet der Autobauer „sofort“ mit  Straßentests  solcher Fahrzeuge in und um Detroit. Nach San Francisco und Scottsdale/Arizona ist das bereits die dritte Testregion des Herstellers  für fahrerlose Autos. Mit den Straßentests in Detroit beginnt die nächste Phase in der Technologieentwicklung, setzt man dort die Autos doch erstmals komplexen städtischen Verkehrssituationen aus, hinzu kommen die im Winter bisweilen extremen Witterungsbedingungen. Eingesetzt werden dabei vollautonome Versionen des elektrischen Chevrolet Bolt.

Mary Barra unterstrich bei der Vorstellung der nächsten Schritte zur Entwicklung selbstfahrende Autos den Führungsanspruch des US-Herstellers. So sei ganz klares Ziel, als erster Volumenhersteller in die Großserienfertigung vollautonomer Fahrzeuge einzusteigen. Schon jetzt ist klar, wo diese hochgefahren wird: im GM Werk in Orion, dort wo der Hersteller bereits den vollelektrischen Chevrolet Bolt und dessen Europa-Ableger Opel Ampera-e fertigt.