Hartmut Müller

Hartmut Müller: Der Vorsitzende des Vorstands ist nach einem deutlichen Gewinnsprung 2010 für das laufende Jahr vorsichtig optimistisch. - Bild: Grammer

In der ersten Jahreshälfte sei eine stabile Entwicklung der Auftragslage zu erwarten.

Das teilte das Unternehmen am Mittwoch anlässlich der Bilanzpressekonferenz mit. Gegenüber den Vorquartalen werde dieses Niveau unverändert hoch sein. Im Gesamtjahr rechnet der Amberger Zulieferer mit einer “moderaten” Erlössteigerung sowie eines besseren operativen Gewinns.

Im vergangenen Jahr erzielte Grammer wieder einen deutlichen Gewinn. Nach Steuern wurden 16,3 Millionen Euro verdient. Im Vorjahr war das SDAX-Unternehmen wegen der Krise in der Autobranche in die Verlustzone gerutscht (-28,2 Millionen Euro). Wie bereits Mitte Februar mitgeteilt, kletterte der Umsatz 2010 um 28 Prozent auf rund 930 Millionen Euro.

Die Ertragslage werde allerdings von den Entwicklungen der Rohstoffmärkte und der Wechselkurse beeinflusst werden, gab der Autozulieferer zu bedenken. Dies könnte sich insbesondere im zweiten Halbjahr auf die Profitabilität des Unternehmens auswirken. Die Auswirkungen des Erdbebens in Japan auf die Weltwirtschaft könnten derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Mögliche Engpässe bei der Teileversorgung aus Japan, könnten die Grammer-Kunden zu Produktionsanpassungen zwingen und würden somit auch auf Seiten der Zulieferer Auftragsstornierungen nach sich ziehen.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke