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Wieder mehr Aufträge: Das Hastor-Unternehmen Prevent hat aufgrund aggressiver Verhandlungstaktiken einen schlechten Ruf bei den Autoherstellern. Prevent verkaufte seine Grammer-Anteile an das chinesische Unternehmen Ningbo Jifeng. Bild: Grammer

Das Hastor-Unternehmen Prevent, das Anteile am Automobilzulieferer Grammer hielt, hat aufgrund aggressiver Verhandlungstaktiken einen schlechten Ruf bei den Autoherstellern. Prevent verkaufte seine Grammer-Anteile an das chinesische Unternehmen Ningbo Jifeng, das nun 84 % hält. "Nach dem Ausstieg der Hastors bekamen wir extrem positive Rückmeldungen von praktisch allen großen deutschen Herstellern", sagte Grammer-Aufsichtsratschef Klaus Probst der Wirtschaftswoche.

"Die ersten Aufträge von bisher zurückhaltenden Kunden sind schon da und wir gehen davon aus, dass das sukzessive so weitergeht“, so Probst. Der Chef des neuen Großaktionärs, Jimin Wang, unterstütze die bisherige Firmenstrategie, sagte Probst. Er habe ihm "signalisiert, dass er derzeit die zwei Aufsichtsratsposten, die er besetzen könnte, nicht neu besetzen will. Er sagte, der Aufsichtsrat habe gute Arbeit geleistet und er strebe dort Kontinuität an." Nach der Machtübernahme der Chinesen trat der gesamte, dreiköpfige Grammer-Vorstand zurück. Probst will voraussichtlich "rund um den Jahreswechsel die drei neuen Vorstände benennen."