Finanzbericht

Der bayerische Autozulieferer Grammer hat im vergangenen Jahr erstmals mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet.

| von Jonas Rosenberger

Hauptgrund für den Umsatzzuwachs beim bayerischen Autozulieferer Grammer um neun Prozent war laut dem Unternehmen die Übernahme des US-Autozulieferers TMD. Insgesamt hat Grammer im vergangenen Jahr erstmals mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet.

Mit Innenausstattung für Autos nahm Grammer 1,5 Milliarden Euro ein, mit Sitzen für Traktoren, Baumaschinen, Stapler, Züge und Busse wie im Vorjahr 0,6 Milliarden. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 74 Millionen Euro um die Hälfte über dem Vorjahresergebnis, das allerdings stark von Sonderfaktoren belastet gewesen war. Grammer war in einer Abwehrschlacht gegen die Investorenfamilie Hastor im August 2018 vom chinesischen Zulieferer Ningbo Jifeng übernommen worden.

Auch Grammer spürt die weltweit sinkende Autonachfrage und hatte deshalb seine Jahresprognose im November gesenkt. Diese reduzierten Ziele seien jetzt erreicht worden, teilte das Unternehmen mit. Vor einer Woche hatte Grammer mit dem französischen Bahnhersteller Alstom einen Vertrag zur Lieferung von Passagiersitzen für die nächste Generation der TGV-Züge abgeschlossen. Grammer beschäftigt weltweit rund 15.000 Mitarbeiter.

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