Grammer Flagge

Grammer ist im Geschäftsjahr 2012 in einem schwierigen Marktumfeld weiter gewachsen und konnte den Rekordumsatz des Vorjahres erneut übertreffen. - Bild: Grammer

Der Umsatz des Spezialisten für Auto-Innenausstattungen kletterte im Vorjahr um vier Prozent auf 1,14 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag im oberpfälzischen Amberg mitteilte.

Grammer profitierte von der weltweit ungebrochen hohen Nachfrage nach hochpreisigen Fahrzeugen. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) blieb der Gewinn nah vorläufigen Zahlen mit rund 47 Millionen Euro leicht unter dem Ergebnis des Vorjahres (49,4 Millionen Euro).

Der Umsatz in Bereich Automotive lag 2012 bei 710 Millionen Euro und damit fast fünf Prozent höher als im Rekordjahr 2011 (Vj. 680,3 Millionen Euro). Der Bereich Seating Systems erreichte mit 448 Millionen Euro eine Umsatzsteigerung von mehr als zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr (Vj 438,4 Millionen Euro).

Zulieferer erwartet Stabilisierung in den Kernmärkten

Vor allem der Einbruch des brasilianischen Nutzfahrzeugmarktes kam für Grammer unerwartet. Für dieses Jahr erwartet Grammer eine stabile Entwicklung in den Kernmärkten. Den vollständigen Jahresabschluss für 2012 veröffentlicht das Unternehmen am 27. März.

Grammer fertigt unter anderem Sitze für Baumaschinen, Lastwagen oder Busse, aber auch Teile für die Innenraumausstattung von Autos vor allem der Oberklasse-Hersteller. Zudem hat der Konzern im Vorjahr einen Großauftrag der Bahn erhalten. Bis 2015 liefert Grammer etwa 46.000 Sitze für die IC-Flotte.

Noch 2009 hatte Grammer in der Krise rote Zahlen geschrieben. 2011 fuhr der Konzern dank der boomenden Autoindustrie aber einen Rekordumsatz ein. Aufgrund der guten Ergebnisse 2012 will Grammer erneut eine Dividende ausschütten. Über die Höhe wird im März entschieden.

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dpa/Grammer/Guido Kruschke