Aufgrund technischer Probleme weiter in der Warteschleife: Great-Wall-SUV Haval H8. Bild: Great Wall

Aufgrund technischer Probleme weiter in der Warteschleife: Great-Wall-SUV Haval H8. Bild: Great Wall

In einem Statement an die Hongkonger Börse, in dem der Autobauer auch den Gewinnrückgang um 22 Prozent auf umgerechnet rund 209 Millionen Euro bekannt gab, hat Great Wall eingeräumt, dass sich der Marktstart des Haval H8 aufgrund ungelöster technischer Probleme weiterhin verzögere. Möglicherweise kommt nun der Haval H9 noch vor dem als eines der wichtigsten Modelle geltenden H8. Für den chinesischen Autobauer ist dies ein schwerer Schlag. Die erneute Verschiebung ist bereits die dritte in diesem Jahr. Eigentlich hätte der H8 bereits im Januar in den Verkauf gehen sollen. Das SUV vom Format eines Audi Q7 war auch teilweise an die Händler ausgeliefert, wurde dann aber in die Fabriken zurück geholt, weil zunächst undefinierbare Klopfgeräusche am Antriebsstrang aufgefallen waren. Die zweite Verschiebung folgte im Mai. Der große Neuanlauf für den Haval H8 war dann für die Peking Motor Show geplant, aber auch daraus wurde nicht.

Inzwischen glaubt man beim Hersteller das Problem auf das automatische Getriebe eingekreist zu haben. Eine Lösung wurde aber offenbar immer noch nicht gefunden. Inzwischen gibt es in China Gerüchte, der Hersteller habe Zulieferer gewechselt und arbeite an einer neuen technischen Lösung. Seitens des Unternehmens gibt es dafür aber keine Bestätigung. Auch hat sich Great Wall nicht auf einen neuen Termin für die Markteinführung des Fahrzeugs festgelegt.

Die Modelle der H-Serie gehören zu den meistverkauften SUV in China. Mit den Fahrzeugen ist Great Wall zu einem der größten Geländewagenanbieter in China gewachsen und verfügt aktuell mit den Modellreihen H2, H5 und H6 über ein Spektrum fast über alle Fahrzeugsegment. Kurz vor dem Marktstart befindet sich der H9, als weiteres Modell in Planung ist der H1. In den ersten neun Monaten des Jahres verkaufte Great Wall über 500.000 Fahrzeuge. Zudem gehört das Unternehmen zu den wenigen chinesischen Anbietern, die sich im globalen Autogeschäft versuchen und die über eine Fertigung in Europa verfügen. So lässt Great Wall Autos bei Litex in Bulgarien montieren. Allerdings tut sich der Hersteller schwer, im globalen Autogeschäft Fuß zu fassen und erlitt in den ersten drei Quartalen des Jahres bei den Exporten einen Umsatzeinbruch um fast 35 Prozent. Insgesamt rutschte der Fahrzeugabsatz der Marke um acht Prozent ab.

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Frank Volk