VW-Aufsichtsrat-Pötsch

Sieht sich mit Förderungen des Großaktionärs Katar nach mehr Einfluss im Aufsichtsrat des Volkswagen Konzerns konfrontiert: Chefaufseher Hans Dieter Pötsch.

Dem Bericht zufolge, der in der neuen Ausgabe des Magazins erscheint, steht das Drängen Katars nach mehr Einfluss im Kontrollgremium des Autokonzerns vor dem Hintergrund des Abgasskandals. Schon kurz nach Bekanntwerden der Manipulationen hatte es Gerüchte gegeben, dass der Großaktionär massiv verärgert sei. VW hatte das stets zurück gewiesen und eine Reise von Konzernchef Müller vor einigen Wochen in den Wüstenstaat als normalen Arbeitsbesuch dargestellt. Offensichtlich steckt doch mehr dahinter.

So berichtet das Manager Magazin, dass der Großaktionär auf einen Sitz im Präsidium des Aufsichtsrats dränge. Dazu müsse aber erst ein anderes Präsidiumsmitglied seinen Platz räumen, wozu keine Bereitschaft bestehe. Obwohl Katar 17 Prozent der Anteile hält, hat man sich bislang mit zwei von 10 Sitzen zufrieden gegeben, die der Kapitalseite im Aufsichtsrat zusteht. In den vergangenen Jahren haben sich die Vertreter des Großaktionärs in der Öffentlichkeit sehr zurück gehalten. Das habe sich erst mit dem Abgasskandal geändert. Als treibende Kraft hinter dem Ansinnen nach mehr Einfluss gilt der im Mai 2015 in den Aufsichtsrat gewählte Akbar Al Baker.