Ferdinand Dudenhöffer breit

Ferdinand Dudenhöffer: "Mittelfristig wird das Internet auch im Automobilvertrieb seine Marktanteile weiter ausbauen." - Bild: dpa

Künftig werden immer mehr Menschen ihren Neuwagen über das Internet kaufen – und dabei nach einer Studie Geld sparen.

Denn im Autohaus würden wegen der Vertriebskosten und der Händler-Marge bis zu 13 Prozent auf den Neuwagenpreis aufgeschlagen, berichtete das Center Automotive Research (CAR) am Donnerstag. Werde das gleiche Auto über eine Internetvermittlung verkauft, würden die Vertriebskosten nur bei bis zu vier Prozent liegen. “Beim Neuwagenkauf bezahlt der Käufer im klassischen Autohaus im Durchschnitt gut 2.500 Euro mehr als über Internet”, sagte CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer.

Internet baut Marktanteile weiter aus

Nach den Berechnungen könnten die Verbraucher jedes Jahr mehr als drei Milliarden Euro sparen, wenn alle Privatkunden ihre Neuwagen via Internet kauften. Deshalb ist Dudenhöffer überzeugt: “Mittelfristig wird das Internet auch im Automobilvertrieb seine Marktanteile weiter ausbauen.” Das gehe zulasten der Autohäuser, aber zugunsten der Käufer.

Bisher sind Neuwagenkäufe über Internetvermittler die Ausnahme. 2012 seien nur 38.000 der rund drei Millionen Autos über Internetvermittler abgesetzt worden. Im laufenden Jahr wird der Absatz nach der CAR-Prognose nur leicht auf 40.000 steigen und damit deutlich langsamer als in den Vorjahren. Dudenhöffer führt dies unter anderem auf die kräftigen Rabatte großer Händlergruppen im schleppenden Automarkt zurück: “Bei einem sich entspannenden Neuwagenmarkt kann man davon ausgehen, dass die heutigen aggressiveren Rabattangebote großer Händlergruppen sich beruhigen und damit die Preisdifferenz zu den Internetvermittlern wieder steigt.”

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dpa/Guido Kruschke