BMW-Hochhaus, BMW-Logo

Die Absatzkrone im Premium-Segment trägt mittlerweile Mercedes-Benz, bei der Rendite liegt BMW aber vor Daimler. Bild: BMW

| von Andreas Karius

Der Umsatz kletterte um 4,5 Prozent im Jahresvergleich auf mehr als 25 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Vor Zinsen und Steuern wuchs der Gewinn (Ebit) um 7,9 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Unterm Strich kletterte der Gewinn um mehr als 11 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro. Die BMW-Aktie legte im vorbörslichen Handel um 1,4 Prozent zu.

Im Autogeschäft blieben 9,5 Prozent vom Umsatz als operativer Gewinn hängen - deutlich mehr als ein Jahr zuvor und gleichzeitig mehr als zu Jahresbeginn. Vor allem in Europa waren die Verkaufszahlen deutlich geklettert. Das Motorradgeschäft schwächelte dagegen im zweiten Quartal.

Bei den Autos hatte BMW die Absatzkrone in der Oberklasse im ersten Halbjahr zwar an Mercedes-Benz abgeben müssen. Die Münchner liegen aber mit ihrer Rendite im Autogeschäft vor Daimler, die derzeit unter anderem hohe Anlaufkosten für ihre neue E-Klasse stemmen müssen. Auch den Konkurrenten Audi lässt BMW hinter sich.

Alle drei hatten Geld für die Rückrufe von Autos mit defekten Airbags des japanischen Herstellers Takata zurücklegen müssen. Unter anderem dafür hat BMW 472 Millionen Euro als Gewährleistungsrückstellungen gebildet.

Gefahr Brexit?

Außerdem liegt der drohende Schatten des Brexit über dem Geschäft der Münchner: BMW hat mit der Tochtermarke Mini einen vergleichsweise hohen Produktionsanteil und wichtigen Markt in Großbritannien. Kurzfristig erwartet BMW dadurch keine wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft. Langfristige Folgen ließen sich aber so lange nicht abschätzen, wie nicht die Rahmenbedingungen eines möglichen Ausstiegs Großbritanniens aus der EU geklärt seien, wiederholte der Konzern.

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