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Das verheerende Erdbeben und die Folgen haben Toyota das Schlussquartal 2010/11 kräftig verhagelt. - Bild: Toyota

Der weltgrößte Automobilhersteller meldete am Mittwoch für den Zeitraum Januar bis März einen Umsatzrückgang von 12 Prozent auf 4,64 Billionen Yen (39 Milliarden Euro), zumal auch die Nachfrage auf dem Heimatmarkt schwach ausfiel.

Der Nettogewinn schmolz um 77 Prozent auf 25,4 Milliarden Yen (200 Millionen Euro) und fiel damit dramatisch schwächer aus als von Beobachtern erwartet. 81,2 Milliarden Yen (700 Millionen Euro) Gewinn hatten die von Thomson Reuters befragten Analysten im Schnitt erwartet. Mit 110 Milliarden Yen belasteten die Folgewirkungen von Erdbeben und nachfolgendem Tsunami auf operativer Ebene. Toyota gab den Betriebsgewinn des Konzerns für die Monate Januar bis März mit 46,1 Milliarden Yen (396 Millionen Euro) an.

Einen Ausblick für das seit April laufende neue Geschäftsjahr wollte Toyota am Mittwoch nicht geben. Eine sinnvolle Prognose sei derzeit nicht möglich. Mitte Juni will sich Toyota zu seinen Erwartungen äußern.

Das Gesamtjahr wird dennoch positiv abgeschlossen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 konnte der Konzern trotz der verheerenden Naturkatastrophe in Japan sein Ergebnis verdoppeln. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, fiel zum Bilanzstichtag 31. März ein Reinertrag von 408,1 Milliarden Yen (3,5 Milliarden Euro) an nach 209,4 Milliarden Yen im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 18,9 Billionen Yen. Der Betriebsgewinn stieg um 320,7 Milliarden Yen auf 468,2 Milliarden Yen. Dazu trugen erhöhte Verkäufe in Schwellenländern und Kostensenkungen bei.

Zwei Monate nach der Naturkatastrophe ist die Produktion von einer Normalität noch weit entfernt. Möglicherweise wird Toyota die führende Rolle in der Automobilbranche auch verlieren. Im Juni hoffe man, so erklärte Toyota, im In- und Ausland 70 Prozent des sonst üblichen Produktionsniveaus zu erreichen.

Dow Jones Newswires/dpa/Guido Kruschke