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Aus der Sicht von Porsche zielt die neue Klage allein darauf ab, Druck aufzubauen. - Bild: dpa

Der US-Investor Elliott Associates fordere nun auch von den beiden Aufsichtsratsmitgliedern der Porsche AG persönlich Schadensersatz in Höhe von 1,8 Milliarden Euro, berichtet der “Spiegel”. Ein Sprecher des Stuttgarter Autobauers bestätigte den Bericht am Sonntag und betonte, dass Elliott Porsche schon 2012 auf diese Summe verklagt habe. “Aus unserer Sicht dient die neue Klage allein prozesstaktischen Gründen und zielt darauf ab, Druck aufzubauen”, sagte er.

Unter den Hedgefonds gilt Elliott Associates als Exot – die in den 1970er Jahren gegründete Firma des US-Investors Paul Singer ist vor allem dafür bekannt, dass sie Papiere hoch verschuldeter Staaten aufkauft. Es wird dann darauf spekuliert, dass deren Kurse wieder steigen oder dass Gesetzeslücken dem Investor Ansprüche auf höhere Rückzahlungen zusichern. Gerichtsprozesse können in solchen Fällen mit zum Geschäftsmodell gehören. Im Fachjargon hat sich für diese Investmentstrategie die Bezeichnung “Geierfonds” etabliert.

Furore machte Elliott vor allem im Zusammenhang mit der Staatspleite Argentiniens. Vor rund einem Jahr versuchte der Fonds, ein Segelschulschiff des Landes zu beschlagnahmen – mit der Begründung, dass man als Gläubiger auf das Staatsvermögen Zugriff hätte. Der Internationale Seegerichtshof musste in den Konflikt eingreifen.

In Deutschland war Elliott neben dem Engagement bei Porsche jüngst auch in die Übernahme des Pharmahändlers Celesio durch das US-Unternehmen McKesson involviert.

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Dow Jones Newswires/Andreas Karius