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„Insgesamt haben deutsche Firmen 700.000 Arbeitsplätze in den USA geschaffen, die Autobauer davon 120.000. Viele meiner Gesprächspartner in den USA sehen ebenso wie wir, dass wir ein gemeinsames Interesse daran haben, diese Arbeitsplätze zu erhalten.“, so Arbeitsminister Hubertus Heil. Bild: SPD / Susie Knoll

Im Konflikt um mögliche US-Strafzölle auf deutsche Autoimporte hat sich Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) optimistisch gezeigt. „Ein Handelskonflikt mit den USA wäre für beide Seiten schädlich“, sagte Heil während einer USA-Reise in Detroit der Deutschen Presse-Agentur.

„Insgesamt haben deutsche Firmen 700.000 Arbeitsplätze in den USA geschaffen, die Autobauer davon 120.000“, so Heil. „Viele meiner Gesprächspartner in den USA – Demokraten wie Republikaner – sehen ebenso wie wir, dass wir ein gemeinsames Interesse daran haben, diese Arbeitsplätze zu erhalten.“ Der SPD-Politiker betonte: „Wir haben Verbündete in Amerika.“ Er gehe davon aus, dass auch EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström „sehr deutlich und sehr fest“ in ihrer Position sei. „Insofern sehe ich gute Chancen, dass Strafzölle gegen die deutsche Automobilbranche verhindert werden können.“

Präsident Donald Trump hatte Zölle für deutsche Autoimporte angedroht. Das US-Handelsministerium hatte Trump eine Einschätzung zu dem Thema vorgelegt. Noch ist über die Drohung nicht entschieden. Aber deutsche Autobauer rechnen mit enormen Einbußen, falls die Zölle kommen.

Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, sagte Heil am Freitag (1. März 2019), er habe bei Gesprächen mit US-Arbeitsminister Alexander Acosta, der demokratischen Gouverneurin von Michigan, Gretchen Whitmer, Kongressabgeordneten und Gewerkschaftern den Eindruck gewonnen, dass die europäischen Argumente überzeugen können. „Es ist wichtig, dass man in dieser Frage dem amerikanischen Präsidenten selbstbewusst und klar und mit guten Argumenten begegnet.“