Hella

Frontend Fertigung bei Hella. – Bild: Hella

Analysten sehen darin den Versuch, sich damit das nötige Kapital für die geplante Auslandsexpansion zu besorgen. Mit einer Privatplatzierung habe das Unternehmen die Grundlage geschaffen. Das Familienunternehmen platziert zu je 25 Euro rund 11,1 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung. Der Bruttoerlös wird am 11. November voraussichtlich 278 Millionen Euro betragen.

Im Zuge des Börsengangs sei eine Privatplatzierung von weiteren bis zu 5,75 Millionen Aktien inklusive Mehrzuteilung von bis zu 750.000 Aktien aus dem Bestand der Familiengesellschafter geplant. Die Zeichnungsfrist soll am 3. November beginnen und am 6. November enden.

Der Streubesitz wird etwa 15 Prozent betragen, die übrigen rund 85 Prozent der Anteile bleiben im Besitz der Eigentümerfamilie. “Die Gesellschafterfamilie wird langfristig Ankeraktionär von Hella bleiben”, erklärte Jürgen Behrend, persönlich haftender Gesellschafter des vor 115 Jahren gegründeten Unternehmens. “Deshalb haben wir uns als Familie in einer Poolvereinbarung verpflichtet, 60 Prozent der Anteile bis mindestens 2024 gemeinsam zu halten und mit einer Stimme als Familie zu agieren.”

Mittelfristig strebe Hella den Aufstieg in den MDax an. Die Börsenregeln verlangen für eine Notierung im Nebenwerteindex aber einen Streubesitz von 25 Prozent vor oder eine Marktkapitalisierung von 500 Millionen Euro. Von beidem wird das westfälische Unternehmen nach dem Börsengang jedoch noch ein Stück entfernt sein.

Bislang war Hella am Kapitalmarkt mit verzinsten Anleihen aktiv. Das Unternehmen mit 29.000 Mitarbeitern gilt als die Nummer drei im Scheinwerfergeschäft. Die Westfalen erwirtschaften zuletzt einen Umsatz von fünf Milliarden Euro.

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gp / Quelle: Dow Jones Newswires