David Brown Speedback Silverstone Edition

Die Autohersteller, die in Großbritannien Fahrzeuge bauen, warten derzeit noch ab. Bild: press-inform

„Wir sprechen über Minuten an den Grenzen, und wenn wir nur ein paar Minuten zu spät sind, haben wir riesige Nachteile in Bezug auf Lagerbestand oder Logistik“, so JLR-Chef Ralf Speth, „deshalb müssen wir jetzt alle diese Art von Notfallplanungen durchführen." Er äußerte sich dem entsprechend auch kritisch darüber, dass die zu erwartenden Mehrkosten ggf. auch eine Produktion von Elektrofahrzeugen im Land verhindere.

Auch bei der BMW Group stehen nach Aussagen von Vorstand Peter Schwarzenbauer in diesem Zusammenhang Fragen der Logistik ganz oben auf der Agenda. „Wir wissen nicht, ob jeder Lkw an der Grenze aufgehalten wird. Wir müssen daher größere Bestände aufbauen, um flexibler bei der Produktion zu sein. Im Moment ist es ein einziger Albtraum."

Hondas Manager für europäische Regierungsangelegenheiten, Patrick Keating, unterstrich, dass das Unternehmen weitere Details erwarte, bevor es weitere Entscheidungen träfe, und dass es "auf zusätzliche Klarheit im März hoffe“. Mit den Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der EU bleiben viele Autohersteller daher auch weiterhin in einem Zustand der Unsicherheit. Viele der Bedenken, die OEMs zu Beginn der Brexit-Verhandlungen hatten, haben sich bewahrheitet.