Autos Neuwagen

Mit 241.000 neuen Pkw wurden in Deutschland im Januar 2017 so viele Neuwagen zugelassen wie seit 15 Jahren nicht mehr. Der hohe Anteil an Eigenzulassungen trübt aber die Bilanz. Bild: stocksolutions - Fotolia.com

Wie das Forschungszentrum CAR der Universität Duisburg-Essen am Montag (13. Februar) berichtete, gingen 30,2 Prozent aller rund 241.000 Neuzulassungen gingen auf das Konto von Eigenzulassungen. Diese Autos werden anschließend mit starken Preisnachlässen als Tageszulassungen in den Markt gedrückt. Aktuell gibt es den Untersuchungen zufolge das Auslaufmodell Opel Insignia mit 37,2 Prozent Nachlass, aber auch Seat Leon (36,3 Prozent) und Renault Twingo (34,8 Prozent) sind für weniger als zwei Drittel des Listenpreises zu haben.

Die zahlreichen Maßnahmen zur Verkaufsförderung fallen in eine Zeit bester Konjunktur und Verbraucherstimmung bei niedrigsten Zinsen, resümiert Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer. Für einen Januar sei trotz guter Marktvoraussetzungen das höchste Rabattniveau seit Einführung der Untersuchungen im Jahr 2010 festgestellt worden. "Die Autobauer trauen scheinbar dem eigenen Produkt nicht mehr. Bis auf Dacia drehen alle an der Rabattschraube und gießen viel Wasser in den Wein der Rekordverkäufe: Ein fast schizophrenes Verhalten", erklärte Auto-Experte Dudenhöffer.