Leoni Montage

Neue Projekte sorgen für mehr Arbeitsplätze: Der Kabelspezialist hat im zweiten Quartal die Zahl der Mitarbeiter deutlich aufgestockt. Bild: Leoni

Hohe Anlaufkosten für neue Projekte haben beim Autozulieferer und Kabelspezialisten Leoni im zweiten Quartal das Wachstum gebremst. Zwar legte der Konzern zwischen April und Juni weiter zu – konnte das Tempo vom Jahresstart aber nicht halten.


Der Überschuss stieg verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um mehr als ein Viertel auf 29,9 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz lag bei 1,02 Milliarden Euro. Leoni führte “umfangreiche Vorleistungen” für neue Projekte mit der Autobranche als Grund für den gebremsten Gewinnzuwachs an. Im laufenden dritten Quartal stehen nun große Projektanläufe in Asien und Amerika an.

Die Basis für den guten Geschäftsverlauf bildete der unverändert große, weltweite Bedarf für Kabel und Bordnetz-Systeme des Automobilsektors. Positive Impulse erhielt Leoni außerdem von der Konjunkturerholung in Europa, die zu einer Nachfragebelebung in vielen industriellen Abnehmerbranchen führte.

Wie das Unternehmen mitteilte, legte das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im gesamten ersten Halbjahr 2014 um etwa 26 Prozent auf 97,9 Mio. Euro zu (Vorjahr: 77,8
Mio. Euro). Hiervon entfielen 47,3 Mio. Euro auf das zweite Quartal (Vorjahr: 39,3 Mio. Euro). Dabei wurden im Berichtszeitraum umfangreiche Vorleistungen für Neuprojekte mit der Automobilindustrie verkraftet. Die Vorjahreswerte enthielten dagegen hohe Restrukturierungsaufwendungen für Maßnahmen, die sich 2014 positiv auf die Ertragslage auswirkten. Der
Konzernüberschuss nach Steuern legte im ersten Halbjahr um gut 33 Prozent auf 61,4 Mio. Euro zu (Vorjahr: 46,1 Mio. Euro).

Wachstum vor allem im Ausland

Die Vorbereitung von Projektanläufen und die anhaltend starke Nachfrage führten bei Leoni auch zu Neueinstellungen und deutlich gestiegenen Investitionen: Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich im ersten Halbjahr 2014 konzernweit um 3.980 auf 65.571 Personen. Der Stellenaufbau fand vor allem in Amerika, Asien, Nordafrika und Osteuropa statt, aber auch in Deutschland wuchs die Belegschaft auf 4.274 Beschäftigte (31. Dezember 2013: 4.222). Die Investitionen kletterten in den ersten sechs Monaten 2014 um rund 43 Prozent auf 89,2 Mio. Euro (Vorjahr: 62,5 Mio. Euro) und betrafen hauptsächlich den Auf- und Ausbau der Produktionskapazitäten in China, Deutschland, Mexiko und verschiedenen osteuropäischen Ländern.

Jahresprognose bestätigt

Nach der erwartungsgemäßen Entwicklung in den ersten sechs Monaten hält der Vorstand weiter an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest: Unter der Annahme, dass aktuelle geopolitische Risiken sich nicht stärker auf die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auswirken, rechnet das Unternehmen für 2014 unverändert mit einem Anstieg des Konzernumsatzes auf ca. 4,1 Mrd. Euro (2013:
3,9 Mrd. Euro) und ein EBIT von mehr als 200 Mio. Euro (2013: 163,1 Mio.Euro)

Alle Beiträge zu den Stichwörtern Leoni Automobilzulieferer

fv/leoni