Honda City

Schon ab März will der japanische Autohersteller Honda seine Produktion in den Philippinen einstellen. Bild: Honda

| von Stefan Grundhoff

Die Entscheidung steht nach Unternehmensangaben im Einklang mit dem Plan, die Rentabilität zu steigern. „Um die Kundenbedürfnisse von Honda auf den Philippinen nach preisgünstigen und qualitativ hochwertigen Produkten zu erfüllen, hat Honda eine effiziente Allokation und Verteilung von Ressourcen erwogen“, so eine Unternehmenserklärung. „Aus diesem Grund hat Honda nach Berücksichtigung der Optimierungsbemühungen in den Produktionsbetrieben in Asien und Ozeanien beschlossen, die Produktionsbetriebe von HCPI (Honda Cars Philippines, Inc.) zu schließen.“

Dennoch will der japanische Autobauer seine Vertriebs- und Kundendienstaktivitäten auf den Philippinen über sein regionales Netzwerk in Asien und Ozeanien weiter fortsetzen. Honda ist aktuell die siebtgrößte Automobilmarke auf dem philippinischen Markt mit einem geschätzten Marktanteil von rund 5,1 Prozent im Jahr 2019. Im vergangenen Jahr dürfte der Absatz von Honda im Land gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Prozent auf rund 20.900 Einheiten gesunken sein, heißt es beim Marktanalyse-Unternehmen IHS. Honda verkauft derzeit ein Dutzend Modelle in dem Land. Der Honda City ist das meistverkaufte Fahrzeug des Herstellers auf den Philippinen und macht 2019 schätzungsweise 27 Prozent des Gesamtumsatzes aus, gefolgt vom SUV BR-V und dem Brio-Fließheck.

Honda begann 1992 mit der Herstellung auf den Philippinen und betreibt ein Montagewerk in Santa Rosa City (Provinz Laguna). Das Werk beschäftigt aktuell rund 650 Mitarbeiter. Der Autohersteller montiert die City-Limousine und den BR-V-SUV im Werk mit Kits, die aus seinen Werken in Thailand stammen. Im vergangenen Jahr ist die Fahrzeugproduktion von Honda auf den Philippinen nach IHS-Daten im Jahresvergleich um 2,7 Prozent auf rund 7.900 Einheiten zurückgegangen.