Honda_Fahrzeugproduktion-Alliston

Honda investiert massiv in die Modernisierung des Werks Alliston/Ontario. Gebaut werden dort CR-V (Bild) und Civic. Bild: Honda

Wie der japanische Autobauer im Umfeld der laufenden Autoshow in Detroit mitteilte wird das Werk  grundsätzlich modernisiert. So sollen in der Fahrzeugmontage neue Spitzentechnologien wie Leichtbaumaterialien und hochmoderne Klebetechniken zum Einsatz kommen, ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Steigerung der Nachhaltigkeit in der Produktion. So will man durch den Bau einer neuen Lackieranlage die Treibhausgasemissionen des Lackierprozesses um 44 Prozent senken. Zudem kündigte Honda eine weitere Intensivierung von Forschung und Entwicklung an. Eine zentrale Rolle soll das Werk bei der Prototypenentwicklung für neue Komponenten spielen, sowie im Software-Entwicklungsbereich.

Im Werk in Ontario mit seinen rund 4.000 Mitarbeitern und einer Kapazität von rund 400.000 Fahrzeugen jährlich, werden aktuell Civic und CR-V gebaut; beide Modelle gehörten 2016 zu den 10 meistverkauften Fahrzeugen in den USA.

Die Großinvestition sorgte auf wirtschaftspolitischer Seite in Ontario für Erleichterung. Der Automobilstandort Kanada leidet unter dem Trend nach Mexiko und auch der Druck, den der kommende US-Präsident Donald Trump auf die Autoindustrie ausübt, in den Vereinigten Staaten zu investieren, sorgt für Unruhe beim nördlichen Nachbarn. Entsprechend erleichtert kommentierte Brad Duguid, Ontarios Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Wachstum die Entscheidung: „Mit der Partnerschaft vereinen das Unternehmen und die Regierungen der Provinz und des Landes ihre Kräfte, damit Hondas Team in Alliston führend im Autobau von morgen bleibt.“ Freilich belässt es Ontario nicht bei salbungsvollen Worten: Ontario beteiligt sich mit  41,8 Millionen kanadischen Dollar an der Investition.