Takanobu Ito

Takanobu Ito: "Mit dem neuen Werk in Mexiko sei es möglich, 95 Prozent der in Nordamerika verkauften Autos auch in der Region zu produzieren." - Bild: Honda

Der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 2007 – im Vergleich zu 2012 wären das über 130.000 Autos mehr.

Profitieren will Honda dabei von der Neuauflage der Limousine Civic und des Accord. Auf der Detroiter Automesse stellte der Autobauer nun zudem den Prototypen eines neuen kleinen SUV vor, von dem er sich auf dem Weltmarkt Großes verspricht. Er basiert auf der gleichen Plattform wie der Kleinwagen Fit sowie der City, die in Märkten außerhalb Nordamerikas verkauft werden.

Gemeinsam sollen die drei Modelle bis 2016 einen globalen Absatz von 1,5 Millionen Fahrzeugen erzielen, wie Tetsuo Iwamaru, der Präsident von Hondas Nordamerikasparte, in Aussicht stellte.

Von Mexiko nach Nordamerika

Honda baut derzeit ein Werk in Mexiko, in dem der Fit und das neue SUV vom Band rollen sollen. Mit dem neuen Werk sei es dann möglich, 95 Prozent der in Nordamerika verkauften Autos auch in der Region zu produzieren, erklärte Konzernchef Takanobu Ito. Das sei ein Produktionsniveau, das mit den auf dem US-Markt heimischen Hersteller konkurriere oder sie sogar übertreffe.

Der japanische Hersteller ist nach einem sehr schwierigen Jahr 2011 derzeit auf dem Weg der Erholung. Nach dem schweren Erdbeben in Japan vor zwei Jahren hatte Honda unter massiven Lieferschwierigkeiten zu leiden und der neue Civic wurde von Kritikern zunächst zerrissen. Honda reagierte schnell und überarbeitete das Modell, was am Markt begeistert angenommen wurde.

China-Boykott macht Japanern weiter zu schaffen

Zu schaffen machte dem Unternehmen zuletzt auch der Boykott durch chinesische Konsumenten, den der Konflikt zwischen China und Japan um eine ölreiche Inselgruppe im ostchinesischen Meer nach sich gezogen hatte. Honda und andere japanische Autohersteller mussten drastische Absatzeinbußen hinnehmen, nachdem sich der Streit um die Inselgruppe im vergangenen Sommer verschärft hatte. Der Boykott bescherte anderen Autoherstellern wie Ford Motor, General Motors und Volkswagen massive Umsatzzuwächse.

Zwar erhole sich der chinesische Markt für Honda, der Kundenverkehr in den Autohäusern liege derzeit aber nur bei 90 Prozent des Vorkrisenniveaus, sagte Ito in einem Interview während der Nordamerikanischen Internationalen Automesse in Detroit. Die Führungen beider Staaten hätten die wirtschaftliche Abhängigkeit voneinander aber erkannt. “Wir sehen einen Erholungstrend”, sagte er. “Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Japan und China sind immens. Ich glaube, die Führungsriegen in beiden Ländern sind sich dessen bewusst.”

Ito sagte, er habe China im vergangenen Dezember besucht, um dort Geschäftspartner und Händler zu treffen. Trotz seiner Hoffnung in die Diplomatie steigt die Spannung in der Region weiter. Die neue konservative Regierung in Japan bleibt hart und hat bereits Militärübungen durchgeführt.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke