Honsel Fertigung

Während des gesamten Insolvenzverfahrens konnte Belieferung der Kunden sichergestellt werden. - Bild: Honsel

Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Auf der Gläubigerversammlung des Leichtmetallspezialisten aus Meschede gab der Insolvenzverwalter einen Überblick über das laufende Verfahren.

Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus berichtete ausführlich über die Insolvenzursachen, den aktuellen Stand des Insolvenzverfahrens sowie die einzelnen Sanierungsoptionen. Er wies darauf hin, dass es gelungen ist, das Unternehmen zu stabilisieren.

Die aktuelle Liquidität ist ausreichend, die Auftragsbücher gut gefüllt. Während des gesamten Insolvenzverfahrens ist es gelungen, eine unterbrechungsfreie Belieferung der Kunden sicherzustellen.

Den Arbeitnehmern wurde im Insolvenzeröffnungsverfahren das Insolvenzgeld vorfinanziert, seit dem 1. Januar 2011 erhalten sie ihre Zahlungen aus der Insolvenzmasse. Kündigungen wurden bisher nicht ausgesprochen.

Kebekus sieht einen Schwerpunkt seiner weiteren Tätigkeit in der Finalisierung des Investorenprozesses. Er hofft, innerhalb der nächsten Wochen mit einem der derzeit noch vorhandenen Interessenten zu einem Abschluss kommen zu können. Er wies darauf hin, dass derzeit noch mit zwei strategischen Investoren und einem Finanzinvestor verhandelt wird. Die abschließende Entscheidung wird der Insolvenzverwalter gemeinsam mit dem ebenfalls in der Gläubigerversammlung einstimmig bestätigten fünfköpfigen Gläubigerausschuss treffen.

Die Honsel AG hatte am 25. Oktober 2010 beim Amtsgericht Arnsberg einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das Unternehmen gießt Zylinderköpfe, Motorblöcke, Getriebegehäuse und Karosserie- und Fahrwerksteile aus Leichtmetall für die Automobilhersteller.