Honsel Know-how: Gießprozess für Aluminium-Zylinderköpfe verbessert dank Sandkerne mit

Honsel Know-how: Gießprozess für Aluminium-Zylinderköpfe verbessert dank Sandkerne mit anorganischen Bindern (Bild: Honsel).

Trotz intensiver Verhandlungen über ein weiteres, nachhaltiges Restrukturierungskonzept des Unternehmens in den vergangenen Wochen und Monaten konnten die beteiligten Parteien keine Einigung erzielen. Dringend benötigte Finanzmittel, die dem Unternehmen im Zuge dieser Restrukturierung zugeflossen wären, stehen deshalb nicht zur Verfügung. „Wir sind der Überzeugung, dass im Rahmen des Insolvenzverfahrens die Sanierung von Honsel gelingen kann. Das Insolvenzrecht bietet Chancen, Kostenstrukturen nachhaltig anzupassen und unter neuen Rahmenbedingungen die Zukunft für das Unternehmen zu gestalten“, sagte Stefan Eck, Sprecher des Vorstands der Honsel AG. „Honsel hat aufgrund seiner hohen Innovationskraft und seiner starken Marktposition nach wie vor gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft.“

Das Gericht hat den renommierten Sanierungsexperten Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Obwohl das Unternehmen in der Wirtschaftskrise des vergangenen Jahres eine umfassende operative und finanzielle Restrukturierung durchlaufen hat, konnte die wirtschaftliche Erholung im Automobilsektor nicht schnell genug adaptiert werden. Die dadurch entstandenen quantitativen und qualitativen Herausforderungen der Serienanläufe und laufender Projekte waren nicht zuletzt dem Investitionsstau geschuldet. Erschwerend kam außerdem hinzu, dass sich der Produktmix zulasten margenstarker Produkte verschoben hat.

Die Mitarbeiter am Standort Meschede werden kurzfristig im Rahmen einer Betriebsversammlung über den aktuellen Stand informiert, in den nächsten Tagen folgen entsprechende Veranstaltungen in Nürnberg, Soest und Nuttlar.