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Trotz Rekordabsatz von Autos ist der Gewinn des südkoreanischen Autokonzerns Hyundai Motor überraschend gesunken. - Bild: Hyundai

Der Überschuss kletterte dank des steigenden Absatzes im Jahresvergleich um 11,7 Prozent auf knapp 9,1 Billionen Won (etwa 6,4 Milliarden Euro). Das berichtete Südkoreas Branchenprimus am Donnerstag. Der Umsatz legte um 8,6 Prozent auf 84,5 Billionen Won zu.

Hyundai, das mit Schwesterunternehmen Kia Motors Rang fünf der größten Autobauer belegt, peilt in diesem Jahr einen Absatz von 4,66 Millionen Fahrzeugen an. Gemeinsam mit Kia sollen es 7,41 Millionen werden. 2012 hatte Hyundai allein 4,4 Millionen Fahrzeuge abgesetzt.

Schlußquartal belastet Gesamtergebnis

Allerdings musste Hyundai im vierten Quartal einen Gewinnrückgang von 5,5 Prozent auf rund 1,9 Billionen Won hinnehmen – mehr als Marktspezialisten in Südkorea erwartet hatten. Der Rückgang wurde vor allem auf den starken Wertzuwachs der Landeswährung zurückgeführt.

Der Umsatz stieg um elf Prozent auf 22,7 Billionen Won. Konzernchef Chung Mong Koo hatte Anfang Januar die Belegschaft auf eine mögliche Verschlechterung der Geschäftsbedingungen vorbereitet. Dies sei die Folge der Schuldenkrise in der Eurozone sowie einer Abschwächung der Weltwirtschaft.

Design “Made in Germany”

Der erfolgsverwöhnte Hyundai-Konzern, der mit modischen und erschwinglichen Autos bei den Kunden punktete, steht nun unter Druck, neue Modelle auf den Markt zu bringen, um Wachstum zurückzugewinnen. Ei kürzlich gelungener Coup soll die Südkoreaner weiter auf der Erfolgsspur halten. Der Konzern übertrug dem früheren Kreativchef von Audi und VW, Peter Schreyer, die Leitung der Designzentren von Kia und Hyundai. Seit seinem Weggang von VW vor fünf Jahren ist Schreyer bereits Chefdesigner bei Kia.

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dpa/Guido Kruschke