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Hyundai steht in China unter Druck. Bild: Huyndai

Wegen den politischen Spannungen rauscht der Chinaabsatz in die Tiefe: In den ersten sechs Monaten muss der Hyundai-Konzern ein dickes Minus von 47 Prozent einstecken. Im Juni sanken die China-Verkäufe bei Kia um 62 Prozent auf 17.000, bei Hyundai um 64 Prozent auf 35.000 Einheiten im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das Ziel, in diesem Jahr 1,95 Millionen Einheiten in der Volksrepublik zu verkaufen, wird schwer zu erreichen sein, wenn sich nicht bald die politische Lage ändert oder Hyundai einen strategischen Weg aus Chinakrise findet. Um die richtige Richtung zu finden, richtete der südkoreanische OEM nun ein Notfallteam ein.

150 Hyundai- und Kia-Mitarbeiter aus der Forschung- und Entwicklung sowie aus der Produkt- und Marketingabteilung sollen die Kehrtwende für den China-Absatz bringen, wie die Maeil Business Newspaper berichtet. Das Notfallteam berichtet dem Artikel nach direkt an den stellvertretenden Huyndai-Vorsitzenden Chung Wuisan. 

Warum Chinas Boykott gegen Südkorea?

Die Stationierung des US-Raketenabwehrsystems THAAD (Terminal High-Altitude Area Defense) in Südkorea sorgt zwischen den beiden Ländern für Spannungen. Während Südkorea eine nukleare Bedrohung aus Nordkorea fürchtet, fühlt sich China von Südkorea bedroht. Die Regierung in Peking rief daher zu Boykotten und Protesten gegen Unternehmen aus Südkorea auf.