Opel-Blitz

Wollen nicht zu Segula wechseln: Opel-Mitarbeiter nehmen lieber Abfindungen, Altersteilzeit oder Vorruhestand in Anspruch Bild: Opel

| von Roswitha Maier

Bei der geplanten Auslagerung von 2.000 Opel-Arbeitsplätzen an den Dienstleister Segula ziehen die Beschäftigten am Stammsitz Rüsselsheim nicht mit. Insgesamt haben sich 1340 Mitarbeiter des Entwicklungszentrums entschieden, das Unternehmen freiwillig zu verlassen, wie Opel am Mittwoch einen Bericht der "Wirtschaftswoche" bestätigte. Sie nehmen Abfindungen, Altersteilzeit oder Vorruhestand in Anspruch, wie es im März mit dem Betriebsrat vereinbart worden war.

Zusätzlich hätten sich 140 Beschäftigte bereit erklärt, zu Segula zu wechseln, so dass nun noch rund 550 Mitarbeiter für den geplanten Betriebsübergang zu Segula ausgewählt werden müssten, hieß es. Für sie besteht nun keine Möglichkeit des finanziellen Ausgleichs mehr.

Die IG Metall im Betriebsrat wertete das Ergebnis als klares Votum der Belegschaft gegen einen Teilverkauf des Zentrums an Segula. Zudem sei der Personalüberhang mit den 1.340 Austritten komplett abgebaut. Im Sinne des Betriebsfriedens müssten die Verkaufsverhandlungen mit Segula sofort gestoppt werden.

Die beteiligten Unternehmen planen hingegen weiterhin den Betriebsübergang. Segula sieht sich gut aufgestellt, den Betrieb Anfang August mit rund 1000 Mitarbeitern aufzunehmen. Bislang lägen 380 Bewerbungen aus den Reihen der Opel-Beschäftigten sowie 691 von externen Arbeitskräften vor, hatte der Dienstleister am Dienstag berichtet. Bereits im vergangenen Jahr hatte Opel nach der Übernahme durch den PSA-Konzern in seinen deutschen Werken 3700 Mitarbeiter mit Geld zum Gehen bewegt.