Opel Rüsselsheim

Opel Rüsselsheim: Die Gewerkschaft pocht auf die Garantien für Standorte und Arbeitsplätze, die PSA abgegeben habe. Bild: Opel

«Uns liegt weder ein neues Angebot von PSA/Opel noch ein Terminvorschlag für die Fortsetzung der Verhandlungen vor», erklärte der Gewerkschafter am Freitag (4. Mai) in Frankfurt. Er verlangte erneut konkrete und belastbare Planungen für Modelle, Kapazitäten und Investitionen an den deutschen Opel-Standorten mit rund 18.000 Beschäftigten.

Tavares hatte als Chef des Opel-Mutterkonzerns PSA am Donnerstag signalisiert, die fertigen Zukunftspläne für die Werke in Eisenach, Rüsselsheim und Kaiserslautern ohne Vorbedingung mit dem Betriebsrat diskutieren zu wollen. Es gehe um geplante Automodelle, Kapazitäten, Investitionen und die geforderte «Performance» (Leistung) der Werke. Er sei auch bereit, der Gewerkschaft Kostenstrukturen vergleichbarer PSA-Werke vorzulegen, kündigte Tavares an.

PSA müsse verstehen, dass die Planungen für die deutschen Standorte nicht einseitig diktiert werden können, sondern wirkliche Verhandlungen den beiderseitigen Willen zu Kompromissen zwingend voraussetzten, erklärte Opel-Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug.

Köhlinger erinnerte an Garantien für Standorte und Arbeitsplätze, die PSA in gültigen Tarifverträgen abgegeben habe. Auf dieser Grundlage werde man neue Verträge verhandeln, die über das Jahr 2020 hinausweisen.

Der Gewerkschafter sprach sich für schnelle Verhandlungen aus, an deren Ende verlässliche Regelungen stehen müssten. «Die wochenlange Hängepartie schadet der Marke und gefährdet zukunftssichere Arbeitsplätze.»