Opel Segula Rüsselsheim

Am Opel-Stammsitz Rüsselsheim ist ein Streit um Plakate entflammt, die gegen den geplanten PSA-Sanierungskurs gerichtet sind. So sollen 2.000 Beschäftigte im Opel-Entwicklungszentrum zum französischen Ingenieurdienstleister Segula wechseln. Bild: Opel

Am Opel-Stammsitz Rüsselsheim ist ein Streit um Plakate entflammt, die gegen den geplanten Sanierungskurs der neuen Konzernmutter PSA gerichtet sind. Die Gewerkschaft IG Metall sieht sich in ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung behindert, weil die Geschäftsleitung Plakate mit der Aufschrift ‚Segula? Nein Danke! Wir sind Opel’ abhängen ließ.

Nach den PSA-Plänen sollen 2.000 der noch rund 7.000 Beschäftigten im Opel-Entwicklungszentrum zum französischen Ingenieurdienstleister Segula wechseln. Dagegen macht die IG Metall seit Monaten Front. "Die wirtschaftliche Notwendigkeit des Teilverkaufs des Opel-Entwicklungszentrums ist uns nicht nachgewiesen worden", erklärte der Darmstädter IG Metall-Chef und Opel-Aufsichtsrat Jochen Homburg am Donnerstag (7. Februar 2019). Er zweifelte in einer Mitteilung zudem die Finanzkraft des Dienstleisters für einen solchen Deal an. Auch fehle es weiter an PSA-Vorschlägen zur tatsächlichen Umsetzung früherer Investitionszusagen. Das bedeute nichts Gutes für die Opel-Werke im Inland und das Entwicklungszentrum.

"Selbstverständlich wird das Recht auf freie Meinungsäußerung bei Opel zu jeder Zeit geachtet", erklärte ein Unternehmenssprecher. Er verwies auf die etablierten Kommunikationswege wie beispielsweise Schwarze Bretter. Die umstrittenen IG Metall-Plakate waren demnach außerhalb der sonst üblichen Flächen aufgehängt worden.