Berthold Huber

Berthold Huber: "Der Tarifvertrag ist ein Gesamtpaket und die bestmögliche Lösung unter den gegebenen Bedingungen." - Bild: dpa

Das teilte die Gewerkschaft am Mittwoch in Frankfurt mit. Er gilt für die Standorte Rüsselsheim, Kaiserslautern, Dudenhofen und Eisenach, nicht aber für Bochum. Dort hatten die IG-Metall-Mitglieder das Papier aus Sorge um eine Abwicklung des Werks abgelehnt.

“Bestmögliche Lösung unter den gegebenen Bedingungen”

Gewerkschafts-Chef Berthold Huber sagte am Mittwoch: “Die wirtschaftliche Lage bei Opel ist äußerst schwierig. Das macht Verhandlungen natürlich nicht einfacher.” Der Tarifvertrag sei ein Gesamtpaket und die bestmögliche Lösung unter den gegebenen Bedingungen: “Er sichert Automobil- und Industriearbeitsplätze und legt fest, dass in die deutschen Standorte investiert wird.” Opel bleibe im Flächentarifvertrag, betriebsbedingte Kündigungen seien bis Ende 2016 ausgeschlossen.

Bochum lehnt Einigung weiter ab

Der Betriebsratsvorsitzende des Bochumer Opel-Werks, Rainer Einenkel, hat die Strategie der IG Metall bei den Verhandlungen über den Sanierungsplan für den angeschlagenen Autobauer kritisiert. “Ich hätte mir gewünscht, die Gewerkschaft wäre mit einem eigenen Konzept in die Gespräche gegangen”, sagte Einenkel. Ob mit der angedrohten Schließung des Bochumer Werks andere Opel-Standorte dauerhaft gesichert werden könnten, müsse sich erst zeigen. Der Vorstand der IG Metall wollte am Mittwoch abschließend über den Tarifvertrag entscheiden.

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dpa/Guido Kruschke