Renault Twingo 2014

Unter anderem von neuen Modellen wie dem Renault Twingo wird abhängen, wie sich der französische Automarkt 2014 weiter entwickelt. Bild: Renault/pressinform


Die jetzt vorgelegten Juli-Zahlen bedeuten einen deutlichen Dämpfer, dass sich der durch die Wirtschaftkrise stark gebeutelte französische Automarkt bereits auf einem stabilen Erholungskurs befindet. In der ersten Hälfte des Jahres hatte es bei den Verkaufszahlen teils überraschend deutliche Zuwächse geben. Nun hat der Juli mit einem Minus von 4,3 Prozent bei den Pkw und 5,1 Prozent bei den leichten Nutzfahrzeugen die Hoffnungen auf eine rasche Erholung deutlich eingetrübt. Der Absatzzuwachs in den ersten sieben Monaten liegt noch bei 1,9 Prozent. Aber auch die dürften kaum zu halten sein.

So erwartet IHS-Experte Ian Flechter, dass der französische Markt in der zweiten Jahreshälfte einen Gutteil seines bisherigen Zuwachses noch abgeben wird. Für das Gesamtjahr sieht er einen schmalen Zuwachs um 0,9 Prozent auf 1,81 Millionen verkaufte Pkw. Auch bei Berücksichtigung, dass es im Juli diesen Jahres einen Arbeitstag weniger gab als im Vorjahr, unterstreiche das Minus die insgesamt schwache Verfassung des französischen Automarkts. Dass es in den ersten sieben Monaten dennoch zu einem Plus gereicht hat, schreibt IHS wichtigen neuen Modellen wie dem Peugeot 308, Citroen C4 Picasso, Renault Clio und Dacia Sandero sowie Peugeot 2008 und Renault Captur zu, die in den vergangenen 18 Monaten neu in den Verkauf gekommen sind.

Hoffen auf neue Modelle

Auf neuen Modellen ruht nun auch die Rest-Hoffnung, dass es in Frankreich doch noch besser laufen könnte. Derzeit rollt der Verkauf für die Citroen-Modelle C1 und C4 Cactus an, sowie für den Peugeot 108 und den Renault Twingo. Sollten die neuen Modelle stärker als erwartet am Markt einschlagen, könne es zu einer Anhebung der Prognose auf ein Wachstum zwischen 2 und 2,5 Prozent kommen.

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Frank Volk