BMW 7er-Modell 2015

Starker Auftritt für den neuen BMW 7er. Um bei den Verkaufszahlen an der dominanten der S-Klasse zu kratzen, reicht es aber nicht. Bild: BMW

Zur Enthüllung des 7er BMW hat IHS Automotive eine Absatzprognose für BMW 7er, Mercedes S-Klasse sowie die weiteren Herausforderer im Feld aufgelegt, unter diesen Audi A8, Jaguar XJ, Lexus LS, Tesla S, Maserati Quattroporte und Lincoln Continental. Das Fazit dürfte für die Vertriebsabteilung der Bayern eher ernüchternd sein. Denn trotz eines hervorragenden Jobs, den die Marktexperten von IHS Automotive BMW bei Design, Technologie und Innovationen bescheinigen, reicht es lediglich dazu, den Vorsprung, den die S-Klasse mit der neuen Generation heraus gefahren hat, zu verkürzen.

Am größten war die Lücke zwischen 7er und S-Klasse im vergangenen Jahr. 2014 verkauften die Schwaben 101.936 Einheiten ihres Luxus-Dampfers, BMW kam lediglich auf 48.480 verkaufte 7er. Das war freilich ein Jahr außer Konkurrenz. Schließlich war 2014 das erste volle Verkaufsjahr für die S-Klasse, während die fünfte Generation des BMW-Flaggschiffs am Ende ihres Zyklus´ stand.

Bis 2020 werde sich nun die Absatzlücke schließen, die Dominanz der Stuttgarter bleibt aber bestehen. 2016, im ersten vollen Verkaufsjahr des neuen Siebeners, springt dessen Absatz laut IHS-Prognose auf 64.387 Einheiten an (2015: 47.320), während die Verkäufe der S-Klasse dann auf 96.087 Einheiten zurück gehen (2015: 101.936). Nach 2016 geht es dann mit den Verkäufen beim 7er auch schon wieder leicht abwärts. Am kleinsten ist der Abstand zwischen BMW- und Mercedes-Luxusliner im Jahr 2018. Dort sieht IHS die Schwaben bei 85.731 Einheiten, die Münchner bei 59.289 Fahrzeugen.

Dass es dem 7er nicht gelingt, näher zur S-Klasse aufzurücken, liegt an den unterschiedlichen Strategien der Autobauer: Während Mercedes um sein Flaggschiff eine komplette Familie aufbaut, muss sich der 7er auch in Zukunft weitgehend als “Einzelkind” durchs Autoleben schlagen.

Hinter BMW und Mercedes sortiert sich Audi mit dem A8 ein. Für 2015 rechnet IHS mit einem Absatz von 36.950 A8. Mit dem dann neuen Modell ziehen die Verkaufszahlen bis 2020 auf 41.830 Einheiten an. Die S-Klasse liegt dann bei 83.446 Einheiten, 7er BMW bei 56.928 verkauften Autos.

Aufpassen muss Audi indes auf den Lexus LS. Diesen sieht IHS Automotive 2020 bei einem weltweiten Verkauf von über 36.000 Einheiten.

Das restliche Feld wird mit Blick auf 2020 vom Jaguar XJ angeführt (22.612 Einheiten), vor Lincoln Continental (17.086 Einheiten), Tesla Model S (12.466 Einheiten) und Maserati Quattroporte (9.365).

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Frank Volk