Hyundai Tucson

Einer der wenigen Lichtblicke derzeit bei Hyundai: Geländegänger Tucson – Bild: Hyundai

Vor allem bei Hyundai, dem “großen Bruder” im sükoreanischen Autobauerdoppel läuft es schlecht, was den Konzern insgesamt nach unten zieht. Im Juli ging es bei den globalen Verkaufszahlen um sechs Prozent auf 357.795 Einheiten abwärts, nach den ersten sieben Monaten liegt man mit 2,877 Millionen verkauften Autos um 3,6 Prozent hinter dem Wert des Vorjahres.

Desolat war im Juli das Hyundai-Ergebnis in China mit -32,4 Prozent). Ausgenommen Indien, läuft es auf allen anderen Schlüsselmärkten schlecht. Auch die Besserung um 9 Prozent in den Ländern der EU sind nur ein schwacher Trost, wird dieser doch vom Minus in Russland zunichte gemacht. Hauptgründe für die Schwierigkeiten des in den vergangenen Jahren erfolgsverwöhnten südkoreanischen Autokonzerns sieht IHS-Analyst Anil Sharma im starken Won, durch den der Autobauer an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Konkurrenz verliere. Zudem haben runderneuerte oder neue Modelle wie Grandeur, Sonata und Aslan die Erwartungen bislang nicht erfüllt. Gut läuft es derzeit modellseitig bei den SUV mit dem Tucson als Zugpferd. Aber gerade in diesem wichtigen Wachstumssegment habe der Konzern zu wenig Modelle im Programm.

Hatte IHS die Zielsetzung des Konzerns von Anfang an als zu ambitioniert angesehen, in diesem Jahr 8,2 Millionen Autos verkaufen zu wollen, haben die Marktexperten ihre eigene Prognose inzwischen nach unten korrigiert. IHS geht jetzt von einem Gesamtabsatz von 7,34 Millionen Einheiten aus. Das ist in etwa das Niveau des Vorjahres. Davon entfallen 2,745 Millionen auf Kia. Deutlicher abwärts geht es bei Hyundai auf 4,588 Millionen Einheiten (-2,4 Prozent).

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Frank Volk