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"Drängen mit der Skoda weiter nach vorn": Mit dem Kodiaq hat Markenvorstand Bernhard Maier (im Bild bei der Weltpremiere in Berlin) nach Überzeugung von Experten ein ganz wichtiges Auto für weiteres Wachstum im Portfolio. Bild: Skoda

Bei der Weltpremiere in Berlin am Donnerstag (1. September) waren sie die rund 600 versammelten Journalisten einig: mit seinem ersten „großen“, gleichwohl in der Kompaktklasse angesiedelten SUV , ist der tschechischen VW-Tochter ein guter bis sehr guter Wurf gelungen: das Design knackig wie markant und der Nutzwert gewohnt hoch. Die Preisgestaltung für den Kodiaq wird Skoda offiziell erst beim Autosalon in Paris bekannt geben, aber AUTOMOBIL PRODUKTION hat erfahren: es geht ab 25.000 Euro los, womit das Modell unterhalb der wichtigen Konkurrenten Nissan X-Trail und Hyundai Santa Fe liegt.

Mit diesem Mix aus günstigem Preis, hohem Nutzwert und attraktivem Design werde der Kodiaq vom Start weg eine Schlüsselrolle in den weiteren Wachstumsplänen der Marke einnehmen, meint IHS-Analyst Tim Urquhart in einer ersten Prognose. In Europa kommt der Geländegänger im Frühjahr an den Markt, aber dem ersten vollen Verkaufsjahr 2018 traut IHS dem Kodiaq knapp unter 100.000 Einheiten zu. Damit liege er zwar ein gutes Stück hinter dem X-Trail, was aber ganz wesentlich an der weltweit größeren Verbreitung des Nissan SUV liegt. Zusammen mit dem 2018 in der nächsten Generation kommenden Yeti habe Skoda zwei starke Modelle für das wachstumsstarke Segment der Kompakt-SUV.

Bei der Präsentation des Kodiaq flammten erneut Gerüchte über einen Markteinstieg der Tschechen in den USA auf. Dazu äußerte sich Vorstandschef Bernhard Maier nicht. Er bestätigte lediglich, dass man neue  Absatzmärkte sondiere, im Fokus hat die VW-Tochter dabei derzeit aber Südkorea, Singapur und den Iran. Eher skeptisch ist man selbst in Skoda-Managementkreisen über einen Einstieg in den USA. Dafür habe man derzeit keine Modelle. Der Name Kodiaq würde dort zwar gut passen, der Wagen selbst sei aber mit seiner Lände von 4,70 Meter für den US-SUV-Markt zu klein.