Mary Barra

Auch für GM-Chefin Mary Barra wird die Lage durch die massiven Qualitätsprobleme immer schwieriger. Jetzt müssen weitere 8,5 Mio. Autos in die Werkstätten. Bild: GM

So langsam werden angesichts der massiven Qualitätsprobleme mit nun nahe 30 Millionen zurückgerufenen Fahrzeugen, zahlreichen Verletzten und Toten und dadurch drohenden Klagen auch die Anlagere nervös: Nach Bekanntgabe des neuen Mega-Rückrufs rutschten die Aktien des Autobauers im New Yorker Handel zuletzt um eineinhalb Prozent ab.

Die Kosten für die Reparaturen steigen durch die jüngsten Rückrufe nach GM-Angaben um weitere 500 Millionen Dollar. Alleine in diesem Quartal werden 1,2 Milliarden Dollar verbucht. Die Gesamtkosten seit Jahresbeginn klettern auf rund 2,5 Milliarden Dollar (1,8 Mrd Euro).

Bei älteren Limousinen amerikanischer Bauart machen auch wieder Zündschlösser Probleme. Bei sieben Unfällen mit diesen Wagen starben nach Firmenangaben drei Menschen und acht wurden verletzt. Es sei aber noch nicht abschließend geklärt, ob der Defekt zu den Unfällen geführt habe, teilte GM mit.

“Unsere Kunden verdienen mehr als das, was wir ihnen mit diesen Wagen geboten haben”, erklärte Firmenchefin Mary Barra in Detroit. “Wenn uns irgendein anderes Problem bekannt wird, werden wir angemessen und ohne Zögern handeln.” Seit Jahresbeginn hat der Konzern mittlerweile Rückrufe angestoßen, die grob gerechnet 29 Millionen Wagen betreffen.

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dpa/fv