Fiat_Produktion_Polen

Erst kürzlich wurde in Tychy dre zweimillionste in Polen gebaute Fiat 500 gefeiert. Demnächst gibt es im Werk mit dem Panda einen Neuzugang in der Produktion. Bild: Fiat

In etwa zwei Wochen will der Fiat-Chrysler-Konzern seine Strategie für die nächsten Jahre enthüllen. Bereits vorab hat jetzt die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Verweis auf Konzernkreise aufgezeigt, wohin die Reise des Autobauers in Europa geht. Dabei zeigt sich: für Fiat wohl weiter Richtung Regionalmarke.

Bereits in den vergangenen Jahren  hat Konzerboss Sergio Marchionne kräftig Richtung Premium und SUV umgebaut.  Verlierer der nächsten Strategierunde dürfte die einst stolze Volumenmarke Fiat sein. Bereits in den vergangenen Jahren hatte die einst wichtigste italienische Marke einen erheblichen Bedeutungsverlust erlitten: wurden 2010 noch rund zwei Millionen Fiat-Modelle verkauft, waren es 2017 knapp 780.000 Einheiten.

Dieser Weg dürfte sich weiter fortsetzen: Laut dem Bericht wird es für den Fiat Punto keinen Nachfolger geben, eben so wenig übrigens wie für den Alfa Mito. Damit wird das Fiat-Modellangebot noch stärker auf den 500 und seine Ableger und den Fiat Panda fokussiert.

Hinzu kommt der in der Türkei gebaute Fiat Tipo, der mit 127.000 im vergangenen Jahr gebauten Einheiten zwar besser läuft als erwartet, dennoch sei aufgrund der dünnen Marge die Zukunft nicht gesichert. Gesetzt auch für die Zukunft ist nach Einschätzung von IHS Markit unter den Fiat-Modellen lediglich der 500 nebst Ablegern.

Panda bald aus Polen

Mit dem baldigen Aus des Punto werden immer weniger Fiat-Modelle in Italien gebaut, denn: auch die Panda-Fertigung wird nach Tychy (Polen) verlegt, der Produktionsheimat des Fiat 500. Im Werk Pomigliano wird der abwandernde Panda durch ein neues, kleines Jeep-Modell ersetzt.

Die Experten von IHS Markit gehen davon aus, dass FCA mit der neuen Strategie das Aus für den Diesel in kleineren Modellen ab dem Jahr 2022 verkünden wird, ersetzt werden soll der Selbstzünder durch Hybridlösungen. Generell gehen die Analysten von einem noch stärkeren Shift Richtung Premium und SUV aus.

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    Abarth 124 GT. Bild: press-inform / Abarth

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