Schaeffler Firma breit

Eine Auftragsflaute im Industriegeschäft und Einmalaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen belasten das Ergebnis des Autozulieferers Schaeffler. - Bild: Schaeffler

Da sich zudem Währungseffekte negativ auswirken, sehen die Franken ihre Erlöse 2013 nur noch auf Vorjahresniveau. Ursprünglich hatte das hoch verschuldete Unternehmen ein Umsatzplus von vier Prozent angepeilt, halbierte dieses Ziel aber bereits im August. Im dritten Quartal gingen nun die Erlöse der Sparte Industrie um rund zwölf Prozent erneut kräftig zurück, während die Sparte Automotive ein deutliches Plus verzeichnete.

Umsatz bleibt auf Vorjahresniveau

Insgesamt erwirtschaftete das Familienunternehmen im Zeitraum von Januar bis September einen Umsatz auf Vorjahresniveau von rund 8,4 Milliarden Euro. Der war allerdings durch Wechselkurseffekte negativ beeinflusst. Ohne Währungseffekte stieg der Umsatz um zwei Prozent.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag mit 1,038 Milliarden Euro 9,3 Prozent unter Vorjahresniveau. Der Rückgang war vor allem auf die negative Entwicklung der Industriesparte und Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 48 Millionen Euro zurückzuführen.

Unter Berücksichtigung von Rückstellungen lag die EBIT-Marge bei 12,3 Prozent, ohne die Einmalbelastung bei 12,9 Prozent. Unterm Strich stieg das Konzernergebnis auf 1,020 Milliarden Euro von 729 Millionen Euro im Vorjahr.

Schwächelnde Industriesparte bremst die Franken aus

Während sich das Geschäft der Sparte Automotive positiv entwickelte, hatte Schaefflers Industriesparte weiter zu kämpfen. Erst zum Halbjahr hatte Schaeffler deshalb die Umsatzprognose kappen müssen.

“Das Automotive-Geschäft wuchs erneut deutlich stärker als der Markt. Im Industrie-Geschäft sehen wir eine leichte Stabilisierung, allerdings noch keine Trendwende”, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld.

Auf das Gesamtjahr blickt Rosenfeld deshalb etwas vorsichtiger. Konzernweit erwartet Schaeffler für 2013 ein operatives Umsatzwachstum von rund ein bis zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einschließlich der Währungseffekte rechnet das Unternehmen aus Herzogenaurach mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau.

Ergebnisseitig rechnet Schaeffler vor Berücksichtigung der einmaligen Aufwendungen für die Restrukturierungsprojekte mit einer operativen EBIT-Marge von rund 13 Prozent.

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Dow Jones Newswires/dpa/Guido Kruschke