Infiniti Q30

Der Q30 teilt sich die Plattform mit der Mercedes A-Klasse. Bild: Infiniti

Infinitis Q30 wird sich Plattform und Motoren mit der Mercedes A-Klasse teilen. Die japanische Premiummarke wird den Q30 und auch seinen neuen Kompakt-SUV QX30 in der Nissan Fabrik in Sunderland, England bauen.

“Die Produktion des Q30 beginnt Mitte nächsten Jahres. Die Fertigung des QX30 wird kurze Zeit später anlaufen”, so Infiniti Chef Andy Palmer. Nissan gibt eine Produktionskapazität von 60.000 Einheiten für beide Modelle zusammen an. “Wir wollen den Q30 und auch den QX30 von England aus weltweit vertreiben”, erklärt Palmer. Auch die USA und China sollen von hieraus beliefert werden. Hauptabsatzmarkt soll allerdings Europa sein. Infiniti hofft mit den Kompaktmodellen auf dem europäischen Markt weitere Absatzsteigerungen zu erzielen.

Zwar gab Infiniti noch keine genauen Preise für die beiden Modelle bekannt. Doch sie werden als Konkurrenten zu den deutschen Premium-Kompaktwagen positioniert. Der Q30 soll gegen Audi A3 sowie A-Klasse antreten und der QX30 ist der neue Rivale für BMW X1, Audi Q3 und Mercedes GLA. Pikant: Der QX30 teilt sich die MFA-Plattform (Modular Front Architecture) und auch Motoren mit dem GLA.

Palmer erklärte, dass Infiniti zunächst eine eigene Plattform für die Kompaktmodelle entwickeln wollte, aber man habe sich dann schließlich doch für die MFA-Plattform von Mercedes entschieden: “Im Premiumbereich muss die Plattform steifer und die Federung besser sein, deswegen kamen wir zu dem Schluss die MFA Plattform zu nutzen.”

Die Q30-Produktion in England ist Teil von Infinitis Strategie die Produktionskapazitäten weltweit auszubauen. So beginnt bis zum Ende des Jahres die Fertigung in China. Bereits Ende Juni startete die Motorenproduktion im Infiniti Powertrain Plant in Tennessee,USA. Für 2017 kündigte Infiniti den Startschuss für die Produktion in Mexiko an. Damit erweitert Nissans Premiumableger seine Produktionspräsenz von Japan und den USA auf fünf Länder und drei Kontinente.

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Gabriel Pankow/IHS