Tesla Fremont Gigafactory

Tesla möchte eine Fabrik für Elektroautos in Grünheide bei Berlin bauen. Nach Angaben aus Berlin und Brandenburg könnten durch die Entscheidung des US-Herstellers bis zu 8.000 Arbeitsplätze in der Region entstehen. Bild: Tesla

| von Tino Böhler

Das angekündigte Werk des E-Autobauers Tesla bei Berlin kann nach Ansicht des Innovationsexperten und Direktor des Max-Planck-Instituts in München Dietmar Harhoff den Wandel der deutschen Autoindustrie unterstützen. Die deutschen Autokonzerne hätten sich lange an den Verbrennungsmotor geklammert. "Da ist es gut, wenn sich hier ein Unternehmen niederlässt, das ganz anders darüber denkt. Das bringt Wind rein, das hilft uns, innovativer zu werden", sagte Harhoff, der die Bundesregierung zum Thema Forschung und Innovation berät, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Direktor des Max-Planck-Instituts bezeichnete Teslas Standortentscheidung für Deutschland zudem als "Auszeichnung". Tesla-Chef Elon Musk habe sich anstelle von Billiglohnländern für deutsche Standards und Qualität entschieden. Der daraus entstehende Wettbewerb wirke sich auch auf die Konkurrenz aus. "Die deutschen Autobauer müssen sich jetzt sputen, weil ihnen jemand im Heimatland die Butter vom Brot zu nehmen droht", sagte Harhoff.

Tesla hatte am Dienstagabend (12. November 2019) angekündigt, eine Fabrik für Elektroautos in Grünheide bei Berlin zu bauen. Nach Angaben aus Berlin und Brandenburg könnten durch die Entscheidung des US-Herstellers bis zu 8.000 Arbeitsplätze in der Region entstehen.