Dr. Jochen Heizmann

Dr. Jochem Heizmann in Japan, aber eine Beteiligungsentscheidung steht nicht an. - Bild: VW

Der Wolfsburger Autobauer prüft nach einem Bericht des “manager magazin”, den japanischen Fahrzeugherstellers Isuzu teilweise oder sogar vollständig zu übernehmen.

Das Magazin berichtet am Mittwoch ohne Nennung von Quellen vorab, der für Nutzfahrzeuge zuständige VW-Vorstand Dr. Jochem Heizmann sei bereits zu Gesprächen in Japan gewesen und habe sich Isuzu-Werke angesehen.

“Eine Beteiligung steht derzeit nicht zur Entscheidung an”, sagte ein VW-Sprecher Dow Jones Newswires.

Das Magazin schreibt außerdem, dass es auch denkbar sei, dass sich der Münchener Nutzfahrzeughersteller MAN an Isuzu beteilige. Das sei zwischen VW und MAN bereits diskutiert worden. Isuzu stellt Geländewagen, Pick-ups, Busse und leichte Lkw sowie Motoren her. Ein MAN-Sprecher sagte, sein Unternehmen kommentiere Marktgerüchte nicht. Toyota ist an Isuzu mit sechs Prozent beteiligt.

Isuzu dementiert Beteiligung von VW

Der japanische Konzern hat dementiert, dass der VW-Konzern eine Beteiligung an dem japanischen Fahrzeughersteller ins Auge fasst. An entsprechenden Berichten über einen Kauf von Isuzu-Aktien “sei nichts Wahres dran”, erklärte Isuzu am Donnerstag und reagierte damit auf einen Vorabbericht aus dem “manager magazin”, wonach VW erwägt, den japanischen Nutzfahrzeughersteller teilweise oder sogar vollständig zu übernehmen.

Die Isuzu-Aktie reagierte am Donnerstag an der Börse Tokio heftig auf die Spekulationen aus Deutschland. Zu Handelsbeginn schoss sie 9,6 Prozent in die Höhe. Am Mittag stand sie noch 5,8 Prozent im Plus.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke