Lange Zeit war Jaguar innerhalb der JLR-Premiumgruppe nur das Anhängsel, das von Land Rover mehr oder weniger durchgeschleppt wurde. Noch immer sind die Geländewagen-Ikone beim Blick auf die absoluten Zahlen mit über 440.000 Einheiten im vergangenen Jahr (Gesamt: rund 600.000 Einheiten) dominant bei den Briten. Die höhere Wachstumsdynamik, angeschoben vom fulminant eingeschlagenen F-Pace, kommt inzwischen aber von der Marke mit der Raubkatze.

Mit dem heute, Freitag (14. Juli), offiziell vorgestellten E-Pace dürfte sich der Trend fortsetzen. IHS Markit-Analystin Michelle Culver erwartet vom neuen Rivalen von BMW X1, Audi Q3 und Mercedes GLA bereits im ersten Verkaufsjahr 2018 Stückzahlen von oberhalb 60.000 Fahrzeugen, im Jahr 2019 dann 61.500 Einheiten. Das wird sich deutlich auf die Gesamtzahlen der Luxusmarke auswirken: bis 2019 steigt der Absatz laut IHS Markit-Prognose auf 270.800 Einheiten. 2016 lag Jaguar bei  147.300 Einheiten. Zur Erinnerung: am Tiefpunkt 2011  waren es 50.000 Einheiten.

Gleichwohl ist etwas überraschend, dass der E-Pace, dessen Preis bei rund 35.000 Euro startet, bei den Stückzahlen hinter dem ungleich teureren F-Pace zurück bleibt. Insgesamt erwartet IHS Markit für JLR weiter deutliches Wachstum auf über 765.000 Einheiten im Jahr 2019. Wichtigster Neueinsteiger bei Land Rover ist der Range Rover Velar.

Im Herbst Produktionsstart bei Magna in Graz

Wie Magna bestätigte, startet die Produktion des E-Pace im vierten Quartal 2017 im Werk in Graz. Dort steht auch der Fertigungsstart des rein elektrischen i-Pace an, der ebenfalls 2018 an den Markt kommt. Recht bald nach dem Anlauf der Bänder in Österreich dürfte China als Produktionsstandort  für den Kompakt-SUV hinzu kommen.

Jaguars erster Kompakt-SUV: E wie Eroberung