JLR

Angeblich nimmt Jaguar Land Rover in Sachen Produktion nun auch Kurs auf Nordamerika. Im Gespräch ist ein Werk in den USA. Bild. Jaguar Land Rover

Derzeit machen die Briten durch weltweite Expansionspläne von sich reden. Offiziell nimmt am Mittwoch (Ortszeit) das Werk in Changshu mit der Produktion des Range Rover Evoque die Fertigung in China auf. Damit sind die Briten die vierte Premiummarke ? neben Audi, BMW und Mercedes-Benz ? die nun in China eine lokale Produktion betreibt. Zusammen mit Joint-Venture-Partner Chery investierte JLR knapp 11 Milliarden Yuan (umgerechnet etwa 1,78 Milliarden US-Dollar) in das neue Werk, wo Fahrzeuge und Motoren produziert werden. Die geplante Produktionskapazität beträgt zunächst 130.000 Einheiten pro Jahr. Teil des Werkes ist auch ein Entwicklungszentrum.

Damit scheint der Expansionshunger von Jaguar Land Rover nicht gestillt. Zur Eröffnung in China gesellten sich Medienberichte aus den USA, wonach die britische Marke auch eine Produktion in Nordamerika aufbauen möchte. Konkret gehe es laut Financial Express um ein Werk in den Südstaaten der USA mit einer Produktionskapazität von 200.000 Einheiten. Gegenüber der Automotive News Europa gab es seitens JLR dazu das vielsagende Statement, dass man intensiv nach Möglichkeiten schaue, den globalen Footprint der Marken zu stärken und dazu verschiedene Möglichkeiten auf dem Tisch habe. Auf dem amerikanischen Kontinent haben die Briten allerdings bereits Weichen für eine künftige Produktion gestellt. So soll 2016 ein Werk in Brasilien in Betrieb gehen, ebenfalls geplant ist eine Produktionsstätte in Mexiko. Vor diesem Hintergrund bewerten die Marktexperten von IHS Automotive die Information vorsichtig, dass nun ein weiteres Werk in Nordamerika hinzu kommen könnte. Es sei nicht klar, welche Modelle dann dort gebaut werden sollen.

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Frank Volk