Fertigung des Jaguar XE

Mit dem Umzug der XE-Fertigung kann Jaguar von einer lange geplanten Strategie profitieren. Denn der Hersteller hat durch Investments in Höhe von einer Milliarde Pfund eine Infrastruktur geschaffen, die eine Verlegung wie die der XE-Produktion jederzeit ermöglicht. Bild: JLR

Jaguar Land Rover hat bekannt gegeben, dass der Konzern die Produktion des Jaguar XE schrittweise nach Castle Bromwich verlegen wird. Bisher wird die Mittelklasse-Limousine noch in Solihull gebaut. Momentan erfreuen sich sowohl der F-Pace als auch der XE sehr großer Beliebtheit. Deshalb will Jaguar durch den Umzug die Produktionskapazitäten für seinen 3-er Konkurrenten erhöhen. Dazu wird JLR auch nochmals 100 Millionen Pfund in das Werk in Birmingham investieren.

Durch die Verlegung des XE nach Castle Bromwich werden dort nun wieder alle Limousinen- und Sportwagenmodelle von Jaguar gefertigt. Die Investitionen in neue Press-Straßen, den Karosseriebau und die Endmontage ermöglicht die flexible Montage der drei auf einer gemeinsamen Aluminium-Architektur aufbauenden Jaguar-Baureihen XE, XF und F-Pace.

"Die hohen Investitionen in zwei Kompetenzcenter zum Bau von Aluminium-Fahrzeugen mit gleichen Technologien war wohl überlegt. Sie geben uns die nötige Flexibilität, um schnell auf die stärkere Nachfrage nach Modellen aus unserer kontinuierlich wachsenden Produktpalette zu reagieren", erklärte JLR-Produktionsvorstand Wolfgang Stadler.

Bis Ende August hat Jaguar weltweit 85.726 Neuwagen ausgeliefert – ein Plus von 72 Prozent gegenüber Vorjahr. Der starke Zuwachs basiert in erster Linie auf dem neuen F-PACE und dem XE, der seit diesem Frühjahr auch in den USA angeboten wird.
Das Jaguar Land Rover Werk Solihull wird weiterhin im Dreischicht-Betrieb und 24 Stunden am Tag arbeiten, um die globale Nachfrage nach dem Jaguar F-PACE und dem auf dem gleichen Band gefertigten Range Rover Sport erfüllen zu können.