Lexus CT 200h

Auf der neuen Umweltliste des Verkehrsclubs Deutschland wird der Lexus-Kompaktwagen CT 200h als umweltfreundlicher Spitzreiter geführt. - Bild: Lexus

Gas geben bei Geschwindigkeit und Luxus, Bremsen beim Klimaschutz – aus Sicht des Verkehrsclubs Deutschland tun die deutschen Autohersteller noch immer zu wenig für den Umweltschutz.

Auf der neuen Umweltliste des Vereins hat es in der Gesamtwertung nur ein deutsches Auto unter die besten Zehn geschafft. Es dominieren japanische Hersteller, die besonders mit Hybridantrieben punkten. Spitzenreiter ist der Lexus-Kompaktwagen CT 200h, gefolgt vom Vorjahressieger Toyota Prius und dem Kleinwagen iQ 1.0 VVT-i von Toyota.

Die Kategorie „Klimabester“ führt wieder der Smart Fortwo Coupé 40 kW cdi an. Mit 86 Gramm pro Kilometer hat er den niedrigsten Ausstoß des Klimagases CO2. Dicht dahinter rangieren auf den Plätzen zwei und drei der Lexus CT 200h und der VW Polo 1.2 TDI Blue Motion. Beide emittieren 87 Gramm CO2 pro Kilometer. Das entspricht einem Verbrauch von 3,8 Liter Benzin bzw. 3,3 Litern Diesel auf 100 Kilometern.

Touran TSI 1.4 EcoFuel

Volkswagen belegt mit dem Touran TSI 1.4 EcoFuel den ersten Platz in der Kategorie Siebensitzer. - Bild: VW

Außer der Gesamtwertung dominieren beim VCD die Hybridfahrzeuge auch die Kategorie Kompaktautos. Hinter den drei Hybriden Lexus CT 200h, Toyota Auris und Honda Insight belegen Skoda Fabia Green Line 1.2 TDI und Opel Astra 1.7 CDTI Ecoflex die Plätze vier und fünf.

Die Top Ten der Familienautos führt der Toyota Prius an. Silber geht an den Seat Ibiza ST 1.2 TDI CR Ecomotive, Bronze an den Skoda Fabia Green Line 1.2 TDI Combi. Bei den Siebensitzern ist der Touran von VW besonders stark. Platz eins belegt der erdgasbetriebene VW Touran 1.4 TSI Ecofuel DSG, Platz zwei der Renault Grand Scénic Energy dCI 130 eco2 und Platz drei der Touran 1.6 TDI Blue Motion Technology.

Kohlendioxid-Ausstoß deutscher Autos weiter gesunken

Der Verkehrsclub forderte am Dienstag in Berlin strengere Verbrauchsgrenzwerte, die auch die deutschen Hersteller zu mehr Anstrengungen drängten. “Es reicht nicht aus, sich nur auf das Premiumsegment zu konzentrieren, auch wenn sich damit im letzten Jahr viel Geld verdienen ließ”, sagte der verkehrspolitische Sprecher Gerd Lottsiepen. “Schwere Luxuslimousinen sind und bleiben Klimakiller.”

Der Verband der Automobilindustrie verwies darauf, dass der Kohlendioxid-Ausstoß neu zugelassener deutscher Autos weiter gesunken sei. Im Juli habe er durchschnittlich bei 146 Gramm je Kilometer gelegen, was rechnerisch einem Verbrauch von 5,9 Liter entspreche. Damit lägen die deutschen Marken unter dem Wert der Importeure. Besonders die Oberklasse habe sich verbessert.

In vier Jahren müssen Neuwagen den EU-Durchschnittsgrenzwert von 130 Gramm erreichen. Für 2020 sind 95 Gramm angepeilt. “Das ist das mindeste, was wir erreichen müssen”, sagte Lottsiepen. Er hält auch 80 Gramm für machbar. Der Verkehrsclub rät Käufern zu Hybrid-Autos, bei denen ein Elektromotor den Verbrennungsmotor unterstützt. “Die deutsche Industrie hat die Hybridisierung lange Zeit verschlafen”, kritisierte Lottsiepen. Nun würden zuerst die Großen neu ausgestattet.

Der Verkehrsclub hat für die Umweltliste mehre Faktoren ausgewertet: CO2-Ausstoß (60 Prozent), Lärm (20 Prozent), Schadstoffbelastung des Menschen (15 Prozent), Belastung der Natur, hier im wesentlichen durch Stickstoff (5 Prozent)

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ampnet/Sm/dpa/Guido Kruschke