Geräte-und Pumpenbau GmbH Dr. Eugen Schmidt (GPM)

GPM stellt konventionelle und geregelte Wasserpumpen her und sieht sich als deutscher Marktführer für Pumpentechnologie im Automobilsektor. Bild: GPM

Die vollständige Übernahme des Anbieters für Pumpentechnologie im Automobilsektor ist für Ende Januar 2015 geplant, so die Agentur Rödl & Partner sowie die IKB Deutsche Industriebank AG, die die Transaktion begleitet haben. Die Nidec Corporation will durch die Übernahme ihre Position bei zukunftsweisenden Automobiltechnologien ausbauen. GPM verstärke mit Hilfe des neuen Partners seine internationale Präsenz, insbesondere auf dem wichtigen US-Markt, so Rödl & Partner und die IKB. Über Details der Transaktion vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Kartellbehörden.

GPM stellt konventionelle und geregelte Wasserpumpen her und bezeichnet sich als deutscher Marktführer für Pumpentechnologie im Automobilsektor. Das Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2013 mit rund 1.050 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 266 Millionen Euro. GPM mit Sitz in Merbelsrod/Thüringen sieht sich als ein führender Tier-1-Automobilzulieferer mit starker europäischer Marktpräsenz und Produktionsstätten in Deutschland, Brasilien und China. Das Angebot des Familienunternehmens in dritter Generation umfasst konventionelle und geregelte Wasserpumpen, Ölpumpen, komplette Pumpenmodule und Präzisionsgleitringdichtungen. Der Marktanteil bei Auto-Wasserpumpen in Europa liegt laut GPM bei mehr als 20 Prozent, bei Pumpen für Lastwagen sogar darüber. Bekannt ist das Unternehmen für seine hohe Innovationskraft, was Auszeichnungen wie der Automotive News PACE Award 2013 belegen. Entwicklungen von GPM wie die regulierbare Wasserpumpentechnologie gelten heute weltweit als Standard.

Die Nidec Corporation mit Sitz in Kyoto/Japan sieht sich als einer der weltweiten Marktführer für energieeffiziente Elektromotoren und Elektronik. 2013 setzte das Unternehmen mit fast 100.400 Mitarbeitern gut 875 Milliardn Yen (umgerechnet etwa 6 Milliarden Euro) um. Nidec will mit der Übernahme die Entwicklung weiterer Produkte zur Reduktion von Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen im Antriebsstrang vorantreiben. Dabei stehe die elektrische Pumpentechnologie im Vordergrund, die neben der bereits bestehenden mechanisch geregelten Pumpentechnologie eine intelligentere und energiesparendere Kühlung des Motors ermögliche.

Beide Unternehmen wollen zudem künftig ihre komplementäre Elektromotoren- und Pumpentechnologie ausbauen und damit die steigende Nachfrage der Automobilhersteller nach integrierten Lösungen besser bedienen. Die Nidec Corporation kündigte in diesem Zusammenhang an, den Standort Merbelsrod in Thüringen als weltweites Kompetenzzentrum für innovative Wasserpumpentechnologie auszubauen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben Investitionen in Höhe von mehr als 40 Millionen Euro.

“Wir freuen uns, in Zeiten immer anspruchsvollerer Anforderungen unserer Kunden einen starken Partner gefunden zu haben, der noch dazu den gleichen Anspruch hat wie wir”, sagt Andreas Schmidt, Geschäftsführender Gesellschafter der GPM. “Uns verbindet mehr als die Qualität unserer Produkte. Nidec ist bekannt dafür, die Unternehmenskultur der akquirierten Firmen zu erhalten und zu respektieren.”

“Die Übernahme ist ein Bekenntnis zu unserer Expansionsstrategie. Wir sind sehr stolz darauf, dass mit GPM eines der innovativsten Unternehmen seines Marktes eine Partnerschaft mit uns eingeht”, sagt Olav Schulte, Managing Director & CEO von Nidec Motors & Actuators. “Wir schätzen die hohe Kompetenz der Mitarbeiter und die moderne Ausrüstung des Standortes in Thüringen. Wir wollen unsere Technologieführerschaft gemeinsam ausbauen.”

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Rödl & Partner/IKB/ks