Toyota Produktion breit

Toyota gehört zu den Herstellern, die noch in größerem Umfang in Japan für den Export produzieren. Produktionszuwachs findet aber auch beim Branchenpriums hauptsächlich außerhalb der Heimat statt. Bild: Toyota

Schon seit geraumer Zeit ist der Stern Japans als Produktionsstandort im Sinkflug. Im Zuge der Globalisierung bauen die großen japanischen Hersteller bereits seit längerem Prdouktion vor allem außerhalb Japans auf. Zwar werden Autobauer wie Toyota nicht müde, ihre Verbundenheit zum heimischen Standort zu betonen. Fakt ist aber, dass es in den vergangenen Jahren einen deutliche Verlagerung von Produktionskapazitäten gegeben hat. Beschleunigt wurde der Trend durch den verheerenden Tsunami im Jahr 2011, der Teil der Industrieproduktion über Monate lahm legte. Folge: In Japan wird im Prinzip nur noch für den japanischen Markt produziert. Einzig Toyota produziert in Heimatland noch in nennenswertem Ausmaß für den Export. Im September beispielsweise baute der weltgrößte Autohersteller 170.000 Fahrzeuge für den Export. Damit entfallen über 40 Prozent des Exports auf Toyota. Mit der Zahl gehört der Branchenprimus neben Subaru-Hersteller Fuji Heavy und Mitsubishi zu den wenigen Herstellern, die im vergangenen September mehr Autos in Japan gebaut haben als noch ein Jahr zuvor.

Das krasse Gegenbeispiel dazu kommt von Nissan und Honda. Während bei Nissan im September-Vergleich die Produktion in Japan um knapp 25 Prozent sank und die Zahl der für den Export bestimmten Fahrzeuge um 33 Prozent, lässt Honda in Japan praktisch nicht mehr für den Export produzieren. Klar erkennbar ist der Trend bei allen Herstellern: Wo Produktion neu aufgebaut wird, findet dies außerhalb Japans statt.

Vor diesem Hintergrund trifft der fallende Pkw-Absatz die Fahrzeugproduktion hart. In der ersten Hälfte des bis Ende März 2015 dauernden Fiskaljahres 2024 rutschten die Verkaufszahlen um 3,4 Prozent ab. Als Huaptgrund hierfür haben die Marktexperten von IHS Automotive die Anhebung der Konsumsteuer von fünf auf acht Prozent ausgemacht. Entspannung ist nicht in Sicht: die Steuer soll im Oktober 2015 in einem zweiten Schritt auf 10 Prozent angehoben werden.

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Frank Volk