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Neben der Investition in Halewood, will JLR angeblich auch einen kompakten SUV in Indien produzieren. Bild: JLR

Laut dem Liverpool Echo kommen die Investitionen von mehr als 150 Millionen Euro zusätzlich zu denen, die JLR 2010 vorgenahm. Damals investierte das Unternehmen fast 700 Millionen Euro. Mit der jetzigen Finanzspritze will der Hersteller die Effizienz in Halewood steigern, um mit der globalen Nachfrage Schritt zu halten. JLR hat seinen Vorsprung als größter produzierender Autohersteller im Vereinigten Königreich während 2016 weiter erhöht hat, und insgesamt 544.401 Einheiten produziert – das ist ein Anstieg von 11,1 Prozent.

IHS Automotive prognostiziert, dass JLR in diesem Jahr 35 Prozent seiner gesamten Herstellung in Halewood produzieren wird – vor allem durch die Produktion der Modelle Land Rover Discovery Sport und Range Rover Sport. Allerdings erreicht die Produktion 2016 kurzfristig ihren Höhepunkt, da sich der Range Rover Evoque der Degenerationsphase zuneigt und der Land Rover Discovery Sport einer der wichtigsten Absatztreiber bleibt. Darüber hinaus wird der Autohersteller mit seinen Werken in China, Brasilien und Indien in der Lage sein, diese lokalen Märkte mit den Modellen zu versorgen. Dennoch bleibt die Produktion nach den Prognosen von IHS Automotive auch in absehbarerer Zukunft von dem Discovery Sport und Evoque abhängig.

Zudem soll laut The Economic Times - Kolkata Edition der Autobauer planen, sein neues, kleines SUV in Indien zu bauen. Der Zeitung zufolge ist das Projekt mit dem Codenamen L860 versehen und ist Gegenstand einer Machbarkeitsstudie. Der Code könnte ein Indiz dafür sein, dass es sich um ein Land-Rover-Programm handelt. IHS Automotive denkt, dass es sich bei dem Land Rover um einen kompakten SUV handeln könne. Obgleich das geplante Projekt nun einen kompakten Land Rover vorsieht, der in Indien gebaut werden soll, oder nicht: der OEM hat momentan auch andere Projekte auf seiner Agenda wie neue Modelle oder weitere geplante Investments.